Deutsches Tierschutzbüro

Tierquälerei in größter Kaninchenzuchtanlage Deutschlands aufgedeckt

Tierquälerei in größter Kaninchenzuchtanlage Deutschlands aufgedeckt

Uns wurde Bildmaterial aus einer der größten Kaninchenzuchtanlagen Deutschlands zugespielt. Die Bilder, die über die letzten Monate hinweg entstanden sind, schockieren: Tausende Kaninchen müssen zusammengepfercht in engen Käfigen leben. Dabei drücken sich die Gitterböden in die empfindlichen Pfoten der Tiere. Einige der Kaninchen liegen tot im Käfig. Andere Aufnahmen zeigen, wie kranke Kaninchen mit voller Wucht auf den Boden geschleudert oder mit einer Eisenstange erschlagen werden.

 
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Zu Gebärmaschinen degradiert 

Unter welch schrecklichen Bedingungen die Tiere hier gehalten werden, machen die Aufnahmen deutlich. Und vor allem die weiblichen Tiere leiden, denn sie müssen bis zu achtmal im Jahr Nachwuchs zur Welt bringen, wobei sie pro Wurf etwa neun Jungtiere gebären. Sie werden regelrecht als Gebärmaschinen missbraucht! 

Schockierende Zustände

Die Videobilder zeigen verdreckte Käfige und, dass kranke sowie verletzte Tiere ganz offenbar nicht tierärztlich versorgt, sondern sich selbst überlassen werden. Einige der Tiere haben zudem Kokzidien, eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die zu starkem Durchfall, Gewichtsverlust und letztlich zum Tod führen kann. Einzelne Tiere haben für die Verantwortlichen keinen Wert und deswegen ist es ihnen schlichtweg egal, was mit den kranken Kaninchen passiert. Am Ende zählt nur die Masse und der Profit.

Tierschutzwidrige Nottötungen

 Offenbar erkrankte Tiere werden tierschutzwidrig not getötet, indem sie einfach auf den Boden geworfen oder mit einer Eisenstange erschlagen werden. Viele der Tiere überleben diesen Gewaltakt und zeigen noch deutliche Anzeichen von Bewusstsein. Die versteckten Aufnahmen haben dies dutzendfach dokumentiert. Wir können also davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine gängige Praxis in dem Betrieb handelt. Diese gesetzeswidrige Methode wird in den Aufnahmen übrigens durch verschiedene Mitarbeitende durchgeführt. Diese Art des Tötens ist nach dem Tierschutzgesetz verboten! Um sicherzugehen, dass die Tiere wirklich kein Bewusstsein mehr haben und tot sind, muss ein Kehlschnitt erfolgen, damit die Tiere ausbluten. 

FORDERE KONSEQUENZEN FÜR DIE TIERQUÄLER*INNEN!

Verbindung zur Firma Siemens

Rund 20 Millionen Kaninchen werden jedes Jahr in Deutschland gegessen, dabei stammen die meisten aus einer industriellen Kaninchenzucht mit Gitterböden ohne Auslauf. Dennoch wird das Fleisch als Delikatesse verkauft. Neben Schlachthöfen und anderen Kaninchenmastanlagen zählt aber auch u.a. ein Tierversuchslabor zu den Abnehmern der Kaninchen. Ein Recherche-Team hat mehrfach einen LKW verfolgt, der von der Kaninchenanlage nach Hessen auf ein Gelände gefahren ist, wo auch die Firma Siemens Healthineers (Healthcare) einen Sitz hat. Dort betreibt das Unternehmen ein Tierversuchslabor. Wie viele Tiere dort aktuell gehalten und welche Versuche durchgeführt werden, ist unklar.

Wir haben es in der Hand

Wir haben umgehend Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Ellwangen (Jagst) erstattet und das zuständige Veterinäramt informiert. Jede einzelne Person kann einen Beitrag dazu leisten, dass solche Zustände nicht mehr stattfinden: Denn wer Fleisch und andere tierische Produkte kauft, finanziert dieses System mit. Darum vegan, probier es doch mal aus: Twenty4VEGAN.de

 

Petition fordert Konsequenzen

Wir haben eine Petition auf Change.org gestartet: Unterzeichne jetzt unsere Forderung nach Konsequenzen für die Tierquäler*innen in Deutschlands größter Kaninchenzucht! Zur Petition geht es hier entlang: Change.org. Teile den Link gerne mit Menschen in Deinem Umfeld.

PETITION UNTERZEICHNEN!

  1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Fund macht sprachlos: Kätzchen ausgesetzt

Erstellt: 

Von: Hildegard Goor-Schotten

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Diese acht kleinen Kätzchen wurden vor zwei Wochen auf einem Firmenparkplatz an der Ihmerter Straße ausgesetzt. © Agentur

Acht Kätzchen, sechs bis acht Wochen alt, eingesperrt in eine Hundebox. Mit einem Schälchen Wasser ausgestattet, aber abgestellt da, wo sie nicht hingehören: Der Fund auf einem Firmenparkplatz an der Ihmerter Straße vor zwei Wochen hat die Tierschützerinnen in Altena sprachlos gemacht. Wieder einmal.

Altena – „Wir gehen davon aus, dass jemand die Katzen züchtet, das zu viel wurde und sie jetzt einfach auf diesem Weg entsorgt wurden“, sagt Linda Papenfuß. Sie gehört zur Altenaer Untergruppe des Tierschutzvereins Iserlohn, wurde von Mitstreiterin Sabine Schröder am 12. Juli nach dem Katzenfund alarmiert und brachte die Katzen ins Tierheim nach Iserlohn. „Sie waren voller Flöhe, Milben, nicht entwurmt“, beschreibt Papenfuß den Zustand der Katzenbabys: „Sie stammen aus zwei Würfen. Es ist ein Perser-Siam-Mix.“ Sie sind noch zu klein für eine Weitervermittlung und müssen jetzt erst einmal ärztlich versorgt, geimpft und aufgepäppelt werden – eine Aufgabe, die Papenfuß allein nicht stemmen kann, auch wenn sie die „Katzenseele“ der Gruppe ist, wie Sabine Schröder meint.

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Fast täglich unterwegs

Gefragt ist sie oft, wenn Meldungen über auffällige Fellnasen eingehen. Sie besitzt Katzenfalle und Chip-Lesegerät, kann so Besitzer feststellen, betreut Futterstellen und hat einen Blick dafür, welches Tier Hilfe braucht. Gerade in den vergangenen beiden Wochen war die Altenaerin fast täglich unterwegs – ehrenamtlich und im privaten Auto. So sammelte sie in Grünewiese einen Kater ein, fuhr mit ihm zum Kastrieren und Chippen nach Iserlohn und setzte ihn anschließend wieder aus (gefüttert wird er regelmäßig von Anwohnern). Eine entwischte Hauskatze brachte sie ins Tierheim, wo der Sohn der Besitzerin sie am Ende wiederfand.

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„Sie war sehr schlecht dran“

Nicht immer geht es so gut aus. Eine Britisch Kurzhaarkatze, die sich am vergangenen Wochenende in einen Anbau geflüchtet hatte, konnte die zu Hilfe geholte Tierschützerin mit viel Mühe aus ihrem Versteck locken. „Sie war sehr schlecht dran“, berichtet Papenfuß. Nach Absprache mit dem Tierheim brachte sie die Rassekatze zum Tierarzt nach Menden. „Der stellte fest, dass ein Stück Enddarm ausgetreten und bereits von Maden befallen war. Das Tier muss Höllenqualen gelitten haben und wurde eingeschläfert“, sagt sie. So etwas tue ihr im Herzen weh. Die Vermutung liegt nahe, dass die Besitzer die Tierarztkosten gescheut haben. „Wir fürchten, dass das im Herbst noch schlimmer wird“, sagt Papenfuß. Ab Oktober gilt eine neue Gebührenordnung für Tierärzte. Zusammen mit steigenden Futterkosten könnte da manchem Besitzer sein vierbeiniger Genosse zu teuer werden. Ohnehin nimmt aktuell die Zahl der abgegebenen oder gefundenen Tiere zu, weil sie vor der Urlaubsfahrt im Weg sind oder, in der Corona-Pandemie angeschafft, jetzt lästig werden.

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Linda Papenfuß mit Molly und Bella, zwei der Katzen, die bei ihr „hängen geblieben“ sind und die sie nicht mehr missen möchte. © Goor-Schotten, Hilde
 

Tierheim überfüllt

Auch das Tierheim in Iserlohn ist überfüllt, in nur wenigen Tagen ist die Zahl der Katzen auf 41 gestiegen. Und so übernimmt Linda Papenfuß von dort auch wieder Pflegekatzen. Zwei kleine hatte sie gerade als Urlaubsvertretung da, am Donnerstag hat sie eine Katzenmutter mit ihren vier Babys abgeholt. Weitere werden dazu kommen. Sie kann die Pflegetiere getrennt betreuen, ungestört von den eigenen fünf Samtpfoten. „Das hat sich irgendwie so entwickelt“, sagt sie über ihre gewachsene und immer wieder mal anders zusammengesetzte Katzenfamilie. Moritz, der erste Kater, war zugelaufen und wollte nicht mehr weg. Andere hat sie zur Pflege aufgenommen und wollte sie dann nicht mehr missen, so wie Molly, die mehr tot als lebendig am Straßenrand saß.

aus Newsletter vom 06.07.22 von  "foodwatch | Manuel Wiemann" Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Petition von foodwatch: Aldis Ablasshandel

 
Zur Aktion gegen Klimalüge
© foodwatch
 
 

Aldi beharrt auf einer Klimalüge: Letzte Woche haben wir und das ZDF Magazin Frontal Recherchen veröffentlicht, die zeigen: Wer bei Aldi als „klimaneutral“ beworbene Milch kauft, unterstützt industrielle Forstwirtschaft in Uruguay – inklusive Glyphosat und Insektentod. Über 27.000 Menschen haben daraufhin den Discounter mit Beschwerdemails geflutet. Und Aldi? Versucht, die Situation auszusitzen. Deshalb dürfen wir jetzt nicht locker lassen. Schicken auch Sie jetzt eine Beschwerde an Aldi – Klimalüge stoppen!

 Hier klicken und Aldi stoppen!

Die Protestmail können Sie mit wenigen Klicks über unsere Webseite absenden: Sie geben Ihr Bundesland und Ihre Kontaktdaten an, den Rest übernehmen wir für Sie.

Neulich bei Aldi: Der Blick wandert über das Milchregal. Eigentlich alle gleich, oder? Moment – ein Label mit grünem Fußabdruck und einem verlockenden Versprechen sticht heraus: „Diese Milch ist klimaneutral“. Kann ich also getrost die rülpsenden Kühe vergessen und mit gutem Gewissen zugreifen? Leider nein, denn das Label ist irreführend. Mit dem Marketingtrick will der Discounter nur Kund:innen in seine Märkte locken. 

Wir haben genauer hingeschaut: Die Kühe, das Futter und der Dünger stoßen große Mengen Treibhausgase aus. Im Gegenzug unterstützt ALDI ein Projekt in Uruguay. Dort soll neuer Wald geschaffen und so CO₂ gebunden werden. Also Regenwald und Artenschutz? ZDF Frontal war vor Ort [1] und wir stellen fest: Die Realität sieht anders aus. Trist und steril reiht sich hier über Kilometer Eukalyptusbaum an Eukalyptusbaum. Und sollte sich doch mal eine Wildpflanze oder gar Insekt hierher verirren, wird ihm mit Glyphosat schnell der Garaus gemacht. Soll Milch etwa dank dieser Einöde plötzlich klimaneutral sein?

Dazu kommt: Eukalyptuswälder wirken als Brandbeschleuniger und können eine verheerende Rolle bei Waldbränden spielen [2]. In Uruguay hat um die letzte Jahreswende der größte Waldbrand der Landesgeschichte gewütet [3].

Mit zweifelhaften Projekten Treibhausgase ausgleichen lassen, damit die Klimabilanz auf dem Papier gut aussieht? Das ist Ablasshandel in Reinform. Aldi muss seine Unterstützung für die Klimalügen sofort beenden. Konzerne reagieren immer dann, wenn ihr Ruf gefährdet ist. Deswegen fluten wir das Postfach von Aldi und zeigen: Wir lassen uns nicht irreführen. Konfrontieren wir gemeinsam Aldi – schreiben auch Sie eine Beschwerdemail an den Konzern!

Klimalüge beenden!

Unsere Recherchen zeigen: Aldi interessiert sich nur bedingt für ernsthaften Klimaschutz. Das Unternehmen kann nicht einmal genau beziffern, wie viele Treibhausgase die Kühe ausstoßen. Und müssen die Milchlieferanten konkrete Vorgaben, den CO₂ Ausstoß der Milch zu begrenzen, erfüllen? Fehlanzeige - dabei gäbe es sinnvolle Maßnahmen, wie Biogasanlagen für Gülle und verbesserte Futtermittel [4], zu denen Aldi seine Zulieferer verpflichten könnte. Trotzdem klebt das klimaneutral Label schon seit über einem Jahr auf der Milch.

Das Beispiel Aldi zeigt: Konzerne machen Klimawerbung vor allem als Marketinginstrument für eigene Profite. Unser Planet und wir Verbraucher:innen sind Ihnen weniger wichtig. Schlimmer noch – mit ihren Klimalügen behindern Sie echten Klimaschutz. Denn ob mit oder ohne Label: Milch ist kein klimafreundliches Produkt! Vielmehr muss für wirksamen Klimaschutz die Anzahl von Wiederkäuern wie Kühen bis 2045 halbiert werden [5]. Mit seinem Greenwashing suggeriert Aldi hingegen, dass es einfach so weitergehen kann. Ganz klar – hier ist auch die Politik gefordert. Aldi muss jedoch schon heute handeln und die Unterstützung für die Klimalüge sofort beenden!

Hier Aldi stoppen!
Manuel Wiemann

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen
Manuel Wiemann
Recherchen & Kampagnen

PS: Raten Sie mal, welches andere Projekt Aldi unterstützt: Das Fake-Waldschutz Projekt Tambopata in Peru, in dem nach Projekt-Beginn sogar mehr Bäume gefällt wurden, als davor. Rewe hatte das Projekt letztes Jahr verwendet, um Hähnchenfleisch klimaneutral zu rechnen. Dafür gab es von uns den Goldenen Windbeutel und eine Abmahnung. Mit Erfolg – Rewe hat die Kooperation eingestellt und das Klimaneutral Label ist verschwunden. Unser Druck zeigt Wirkung – lassen wir ihn Aldi spüren! 

Quellen: 
1] ht‍tps://w‍ww.‍zdf.de/politik/frontal/klimaversprechen-von-‍aldi-auf-dem-pru‍efstand-10‍0.h‍tml
2] htt‍‍ps://w‍‍w‍w.‍fo‍cus.d‍e/politik/experten/gastbeit‍rag-von-
frank-uekoetter-hinter-der-feuerkatastrophe-v‍on-portugal-steckt-‍auch-
die-waldw‍irtschaft‍-der-verga‍ngenheit_id_728‍3109.‍h‍t‍m‍l
3] h‍tt‍‍ps‍://‍‍w‍‍ww.f‍az.‍‍n‍e‍t/aktu‍ell/gesellschaft/ungluecke/hitzewel‍le-
in-sue‍da‍me‍rika-wie-das-risiko-fuer-waldbrae‍nde-steigt-17729‍972.‍‍h‍tm‍l
4] h‍t‍t‍p‍s://‍w‍‍w‍w.‍if‍eu.d‍e/file‍admin/uploads‍/IFEU‍-VDM-Milc‍hbericht-2014.‍‍p‍‍df
5] h‍t‍tps‍://w‍‍w‍w.‍green‍peace.de/publikationen/210128_bedeutung_
der_zielsetz‍ung_klimaneutralitaet_fuer_den_
landwirtschaft‍ssektor.‍p‍df

 
 
 

TIERHALTUNGSVERBOT WIRD GEPRÜFT
Hunderte Kleintiere aus Wohnhaus gerettet

Das Veterinäramt im Jerichower Land hat nach MDR-Recherchen rund 250 Tiere aus einem Wohnhaus geholt, darunter Hunde, Katzen und Kaninchen. Sie befanden sich teils in schlechtem Zustand.

Tierisch Tierisch
 
In dem kleinen Ort Rosian wurden Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Vögel und Fische aus einem Haus gerettet. (Symbolbild)Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Ortsteil Rosian bei Möckern im Jerichower Land soll eine Frau massenhaft Tiere gehalten und nicht mehr richtig versorgt haben. Nach Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT hat das Veterinäramt des Landkreises bereits am Dienstag rund 250 Tiere aus einem privaten Wohnhaus geholt.

Es wurden etwa 90 Kaninchen, 50 Meerschweinchen sowie Hunde, Katzen, Vögel und Fische beschlagnahmt. Einige Tiere waren trächtig oder krank. Die Tiere wurden in engen Käfigen gehalten. Teilweise befanden sich in einer Box bis zu 20 Kaninchen.

Tierheim kümmert sich jetzt um die Gesundheit

Die beschlagnahmten Tiere wurden vorläufig in einem Tierheim im Landkreis Jerichower Land untergebracht. Eine Vermittlung konnte noch nicht erfolgen, da die Tiere laut Gesetz der Frau gehören.

Ein entsprechendes Tierhaltungsverbot werde derzeit geprüft. Sollte sich der Vorfall bestätigen, muss auch geklärt werden, welche Strafe der Tierhalterin droht. Menschen, die Tiere horten, droht laut Tierschutzgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Auf Anfrage äußerte sich der Landkreis Jerichower Land, der für das Veterinäramt zuständig ist, zu dem Fall bislang nicht.

aus Newsletter vom 01.07.22 von Menschen für Tierrechte" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Menschen für Tierrechte: Ausstieg aus der Tierhaltung: Der Moment für den Systemwechsel ist jetzt!

Menschen für Tierrechte

Nr. 10/22 vom 01.07.2022

Inhalt

  • Neues Ausgabe: tierrechte 02/2022
  • Versuchstier des Jahres 2022: Der Hamster in der Infektionsforschung
  • Ernährungsstrategie BMEL: Stärker pflanzenbasierte Ernährung ist ein zentrales Ziel
  • Alle mithelfen: Endspurt für ein Europa ohne Tierversuche
  • Aufruf an die EU-Abgeordneten: Schützen Sie lebenswichtige Antibiotika
  • NRW: Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz
  • Milchkühe: Bankrotterklärung der Hochleistungszucht auf Milchtyp bei Kühen
  • Stierkampf: Arena in Kolumbien stürzt ein
  • Termine

Liebe Leser:innen,

Die aktuelle Ausgabe unseres Magazins tierrechte (02/2022) steht unter dem Motto: Der Moment für den Systemwechsel ist jetzt!

Multiple globale Krisen zeigen uns überdeutlich, dass wir einen Systemwechsel unseres Landwirtschafts- und Ernährungssystems brauchen. Der Fleischkonsum in den Industrienationen muss geschätzt um mindestens 75 Prozent sinken, um die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten. Für den Bundesverband liegt die Lösung nicht in der Reform des bestehenden Tierhaltungssystems, sondern im Aufbruch zu einer neuen, nachhaltigen, tier- und klimafreundlichen Erzeugung. 
Um diesen existentiellen Transformationsprozess zu beschleunigen, wollen wir uns nicht nur auf Maximalforderungen beschränken. Mit dem in Kürze startenden Projekt „Ausstieg aus der Tierhaltung“, will er Landwirt:innen aktiv dabei unterstützen, aus diesem für alle ruinösen System auszusteigen. Der Markt für pflanzliche Produkte wächst rasant und es wird deutlich, dass sich die junge Generation schon mitten in der Ernährungswende befindet. In der aktuellen Ausgabe des Magazins tierrechte lesen Sie alles zu den zu den neuesten Entwicklungen, zum Versuchstier des Jahres und wie Sie die aktuell laufenden EU-Bürgerinitiativen unterstützen können. Die ausführliche Version des spannenden Interviews mit Agrarökonom Dr. Martin Parlasca zum Thema Systemwechsel finden Sie auf tierrechte.de.

Versuchstier des Jahres 2022: Der Hamster in der Infektionsforschung

Der Bundesverband ernennt den Hamster in der Infektionsforschung zum „Versuchstier des Jahres 2022“. Die Coronapandemie hat die Versuche mit Hamstern in die Höhe schnellen lassen. In Deutschland haben sich die genehmigten Tierzahlen seit 2019 fast verzehnfacht. Die meisten Hamster werden in Deutschland für die SARS-CoV-2-Virus-Forschung eingesetzt, einige für die Erforschung anderer Impfstoffe, für Untersuchungen des Stofftransports zwischen Körperflüssigkeiten und Geweben sowie für Studien bestimmter menschlicher Nervenleiden. In der 17-seitigen Broschüre werden aktuelle Versuchstierzahlen und Tierversuche mit Hamstern sowie bereits existierende tierversuchsfreie Verfahren vorgestellt. Mit der Ernennung wollen wir auf das versteckte Leid der Tiere aufmerksam machen. Gleichzeitig fordern wir eine verstärkte Förderung der tierfreien Impfstoffentwicklung. Hier können Sie die 17-seitige Broschüre als PDF herunterladen.

Ernährungsstrategie BMEL: Stärker pflanzenbasierte Ernährung ist ein zentrales Ziel

Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag vereinbart bis 2023 ihre Ernährungsstrategie zu erarbeiten. Der Prozess wird unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) laufen un es sollen Akteure aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingebunden werden. Diese Woche fand die virtuelle Auftaktveranstaltung zum Beteiligungsprozess statt. Als ein zentrales Ziel gilt die stärker pflanzenbasierte Ernährung und diese für alle Bürgerinnen und Bürger möglich zu machen. Lesen Sie mehr auf vegonomist.de.

Teilen Teilen Teilen! Bürgerinitiative gegen Tierversuche

Noch bis zum 31. August dieses Jahres haben wir Zeit, um 
1 Mio. Unterschriften für die EU-Bürgerinitiative für eine tierversuchsfreie EU zu sammeln. Bitte helfen Sie mit und unterschreiben Sie hier. Um noch mehr Unterschriften zu sammeln, können Sie sich hier einen Abreißzettel ausdrucken. Hängen Sie ihn am schwarzen Brett, im Bioladen, Reformhaus, Supermarkt oder in der Teeküche auf. Mehr Material und alle Informationen zur EBI finden Sie hier. Nutzen Sie auch ihr Social Media um wichtige EU-Bürgerinitiative zu verbreiten. Dafür gibt es auch eine neue internationale Webseite: endanimaltesting.eu

Jede Unterschrift zählt und jede Hilfe macht einen Unterschied! Vielen Dank!

Aufruf an die EU-Abgeordneten: Schützen Sie lebenswichtige Antibiotika

Massentierhaltung wäre ohne die Anwendung von Antibiotika nicht möglich. Die Tiere überstehen die Torturen von Zucht, Mast und Transport nur durch regelmäßige Gaben der hochwirksamen Arzneimittel. Sie erhalten sogar Reserve-Antibiotika, die eigentlich nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen sollten. Dies führt dazu, dass immer mehr Krankheitserreger resistent werden und Antibiotika im Ernstfall nicht mehr wirken. Dies wäre eine Katastrophe. Deswegen fordern wir das EU-Parlament und die EU- Kommission auf, die Wirksamkeit wichtiger antimikrobieller Mittel zu erhalten und die von ihnen vorgelegte Liste zu überprüfen. Mehr zum Aufruf und den Appell zum Download finden Sie auf tierrechte.de.

NRW: Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz

Der schwarz-grüne NRW-Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz. Die Grünen sind von vielen Versprechen in ihrem Wahlprogramm abgerückt. Von der Agrarwende, einem ihrer Kernthemen, sind nur schwammige Ankündigungen übriggeblieben. Auch die Wiedereinführung der Tierschutz-Verbandsklage wurde von der CDU abgeschmettert. Und der Bereich Tierversuche ist Schwarz-Grün nur zwei nichtssagende Sätze wert. Der Vertrag eröffnet aber auch Chancen, wenn die Grünen bereit sind, sich gegen die Bremser aus der CDU durchzusetzen. Hier lesen Sie den vollständigen Kommentar.

Milchkühe: Bankrotterklärung der Hochleistungszucht auf Milchtyp bei Kühen

In der aktuellen Juni-Ausgabe des Deutschen Tierärzteblatts wird die Studie einer ad hoc Arbeitsgruppe „Tierschutz in der Nutztierzucht“ in Auszügen vorgestellt. Schon seit längerer Zeit steht die Frage im Raum, ob Kühe der Rasse der Holstein Friesian (Milchtyp) eventuell als Qualzuchten einzustufen sind. Zusammenfassend wird klar: 75 – 80% der Kühe dieser Rasse sind schon zu Beginn der Produktion ernsthaft krank. Das Problem der Bullenkälber wird in der Studie ebenfalls aufgegriffen. Ein Bullenkalb der Milchrassen ist wirtschaftlich „wertlos“, da die Mast sich nicht lohnt – die Rasse ist ausschließlich für die Milch und nicht für den Fleischansatz gezüchtet. 2019 wurden 200.000 Bullenkälber illegal entsorgt.

Es ist und bleibt unverständlich, warum hier immer noch diskutiert wird, ob es sich hier um eine Qualzucht handelt. Der Qualzuchtparagraph muss auf jeden Fall nachgeschärft und konkretisiert werden. Die Langversion der Studie finden Sie hier zum Download.

Stierkampf: Arena in Kolumbien stürzt ein

In Kolumbien ist die Seite einer Stierkampfarena eingestürzt. Dabei sind hunderte Menschen verletzt worden, bislang sind sogar 4 Tote darunter. Das ist eine absolute Tragödie und ein Grund mehr, solche barbarischen Spektakel endlich weltweit zu verbieten. Der neu gewählte Präsident fordert immerhin die Lokalverwaltungen des Landes auf, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden. Dies ist nicht der erste solche Vorfall im Land. Tierquälerei und -Mord zur Volksbelustigung, das gehört endlich in die Vergangenheit. Lesen Sie mehr dazu auf tagesschau.de.

Impressum:

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52, 53909 Zülpich, Deutschland
Tel: 02252 - 830 12 10
Fax: 02252 - 830 12 11
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.tierrechte.de

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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der "Nutztier"-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das "Ersatzverfahren des Jahres" sowie das "Versuchstier des Jahres", betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin "tierrechte" heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.