aus Newsletter vom 10.09.21 "Christoph Bautz" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

campact: Wahlempfehlung für die, die sich noch nicht entschieden haben

Der 26. September ist ein Schicksalstag – dann entscheidet sich, wie es in Deutschland beim Klimaschutz weitergeht. SPD, Union und Grüne liegen dicht beieinander. Es kommt auf jede einzelne Stimme an. Deshalb schreibt Ihnen heute Campact-Vorstand Christoph Bautz. Bitte lesen Sie diese wichtige E-Mail.

 
 
 

schauen Sie auch bei jeder Umfrage gebannt auf den schwarzen Balken von CDU und CSU? Er wird fast täglich kleiner – zuletzt waren es nur noch 19 Prozent.[1] Die Partei, die in den letzten Jahren ein Abo aufs Kanzleramt hatte, könnte nach dieser Bundestagswahl in der Opposition landen. Doch gleichzeitig sehe ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, dass sehr viele eine entscheidende Frage quält: Wen soll ich jetzt wählen?

Sie schwanken, wälzen taktische Argumente. Sollen sie ihre Stimme dieses Mal strategisch einsetzen? Oder doch wieder der Partei geben, deren Programm sie am meisten überzeugt? Viele, die eigentlich von der SPD enttäuscht sind, wollen nun doch Scholz wählen. Damit Laschet nicht Kanzler wird. Andere wenden sich von den Linken ab – sie glauben nicht, dass es die Partei in eine neue Regierung schafft. Und etliche Grünen-Anhänger*innen sind unsicher, ob sie grün wählen sollten, solange die eine Jamaika-Koalition nicht klar ausschließen.

Das alles kann ich gut verstehen. Aber es macht mir auch Sorgen. Wenn viele Menschen taktisch wählen – und zwar mit Blick auf mögliche Bündnisse und nicht auf Inhalte –, geht ein entscheidendes Thema unter: das Klima. Das wäre eine Katastrophe. Denn diese Wahl ist unsere letzte Chance, das 1,5-Grad-Ziel noch einzuhalten. Im Pariser Klimaabkommen haben wir uns verpflichtet, die Erderwärmung unter dieser Grenze zu halten. Klappt das nicht, könnten wir endgültig in die Klimakrise abrutschen.

Ich bin überzeugt: Dieses Mal müssen wir dem Klima bei unserer Wahlentscheidung absolute Priorität einräumen. Doch ich weiß auch, dass viele Menschen noch grübeln und unsicher sind. Sie will ich erreichen – und mit den Fakten versorgen, die im Wahlkampfgetöse untergehen. Die entscheidende Frage ist: Wie stehen die Parteien zu den wichtigsten, ganz konkreten Vorhaben zum Klimaschutz?

Zusammen mit meinen Kolleg*innen habe ich deshalb die Wahlprogramme analysiert. Die Positionen zum Klimaschutz haben wir in einer knappen Übersicht zusammengefasst. Bitte schauen Sie hinein – und teilen Sie die Analyse.

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Das Campact-Netzwerk umfasst 2,3 Millionen Menschen; gemeinsam können wir in den nächsten Tagen richtig viele Wähler*innen erreichen. Machen Sie mit, Christa Becker: Klicken Sie auf den Button und teilen Sie den Check – oder leiten Sie diese E-Mail an Freund*innen und Bekannte weiter.

Einige stolpern bei der Übersicht vielleicht darüber, dass sie keine Kleinstparteien enthält. Ich bin überzeugt – bei dieser Wahl schadet es, eine Kleinstpartei zu wählen. Deshalb sage ich meinen Freund*innen und Bekannten auch: Überlegt in Ruhe, welche der größeren Parteien ihr wählt. Aber bitte gebt eure Stimmen diesmal keiner Kleinstpartei. Ich betone das „diesmal“ immer sehr. Denn Kleinstparteien können ein wichtiges Element in einer parlamentarischen Demokratie sein – nur eben nicht bei dieser Wahl.

Kleinstparteien waren immer wieder entscheidend, um zu wenig beachtete Themen auf die politische Agenda zu setzen – von den Grünen Anfang der 1980er Jahre bis zu den Piraten. Doch 2021 ist alles anders. Diesmal müssen wir unsere Kräfte bündeln. Auf die Parteien, die ambitionierten Klimaschutz wollen – und die eine echte Chance haben, der nächsten Regierung anzugehören.

In Umfragen kommen Kleinstparteien gerade zusammen auf bis zu 9 Prozent.[2] Doch die Tierschutz-Partei, Volt oder eine Klimaliste zu wählen, das wird dazu führen, dass diese Stimmen verfallen. Dabei könnten diese Stimmen den entscheidenden Unterschied machen – wenn sie an die großen Parteien gehen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Ansonsten freuen sich die Klimablockierer von Union, FDP und AfD.

Damit das Klima bei dieser Wahl gewinnt, müssen die Menschen erfahren, welche der im Bundestag vertreten Parteien sich am überzeugendsten für den Klimaschutz einsetzt. Dafür haben wir den Klima-Check erstellt. Bilden Sie sich selbst ein Urteil. Teilen Sie die Übersicht – oder leiten Sie diese Mail an Freund*innen und Bekannte weiter.

Mit herzlichen Grüßen
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Der Youtuber Rezo findet in seinem neuen Video eindringliche Worte. „Diejenigen, die am meisten unter dieser Krise leiden werden, sind die Jungen. [...] Doch Ihr, die Älteren, entscheidet: Ihr habt die Zukunft der jungen Leute in der Hand. Und ohne Euch können wir das nicht schaffen.“[3] Am 26. September haben wir alle die Wahl – und können fürs Klima stimmen.