aus Newsletter vom 06.10.21 von "foodwatch | Andreas Winkler" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

 

Foodwatch: EU-Dauerwerbesendung

 

© foodwatch

In Deutschland dreht sich aktuell alles um die Koalitionsbildung der neuen Bundesregierung, und auch wir gucken gespannt nach Berlin. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die neue Bundesregierung die Rechte von uns Verbraucher:innen stärkt! Doch es gibt noch andere Themen, die zwar weniger im öffentlichen Fokus stehen – bei denen aber nichtsdestoweniger dringender Handlungsbedarf besteht: Das unverfrorene Unternehmens-Sponsoring in der EU zum Beispiel. Frankreich übernimmt bald den nächsten Turnus der EU-Ratspräsidentschaft – und hat sich noch nicht klar gegen ein Unternehmens-Sponsoring seiner Präsidentschaft ausgesprochen. Das wollen wir ändern! Denn wir finden es skandalös, dass sich der Vorsitz eines europäischen Spitzenorgans von Unternehmen sponsern lassen kann. Deswegen fordern wir vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein klares „Nein“ zum EU-Sponsoring! Helfen Sie uns und unterzeichnen Sie unsere Protestaktion!

Hier mitmachen!  

 

von Coca-Cola bis Audi: das Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft durch Großkonzerne ist mittlerweile die Norm. Wir haben mit Ihrer Unterstützung immer wieder dagegen protestiert und die Mitgliedstaaten aufgefordert, Sponsoring-Partnerschaften abzulehnen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Einen ersten kleinen Erfolg können wir verzeichnen: Deutschland verzichtete vergangenes Jahr auf Sponsoring-Verträge.

Anfang 2022 wird Frankreich den Vorsitz im Rat der EU übernehmen. Unsere Forderung: Die französische Regierung muss dem deutschen Vorbild folgen. Bis jetzt hat Frankreich noch keine Sponsoring-Verträge angekündigt, und wir wollen dafür sorgen, dass auch keine unterschrieben werden! Präsident Macron muss sich klar gegen Sponsoring-Partnerschaften entscheiden, um die Glaubwürdigkeit der EU zu bewahren. Wenn man sich die Bedeutung der Ratspräsidentschaft klar macht, erkennt man, warum das EU-Sponsoring schlichtweg inakzeptabel ist. Der Rat der Europäischen Union ist eine der mächtigsten Institutionen in der EU. Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union rotiert unter den 27 EU-Mitgliedstaaten im Halbjahres-Rhythmus und zusammen entscheiden sie über wichtige Zukunftsfragen unseres Kontinents – vom Klimaschutz über Landwirtschaft bis hin zu Gesundheitspolitik. Da hat der Einfluss großer Konzerne nichts verloren.

Wir finden: Selbst der Eindruck eines Interessenkonflikts schadet dem Vertrauen der europäischen Bürger:innen in die EU.

Jetzt unterzeichnen!  

Damit unser Protest europaweit zu hören ist, beteiligen sich nicht nur die foodwatch-Büros in den Niederlanden und Frankreich an der Aktion, sondern auch die lobbykritische Brüsseler Organisation „Corporate Europe Observatory“ sowie „Observatoires des Multinationales“, eine Online-Plattform in Paris, die zur Übermacht von Unternehmen arbeitet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
und herzliche Grüße

Andreas Winkler