Newsletter von Menschen für Tierrechte vom 07.09.2018

Mangelnde Strafverfolgung von Tierschutzverstößen // Neues zur Botox-Kampagne

 
     
  Inhalt
  • Mangelnde Strafverfolgung bei Tierschutzverstößen 
  • Kleiner Erfolg bei der Ferkel-Kastration
  • Landtagswahl Bayern
  • Neue Info-Serie zur Botox-Kampagne
  • Termine
 
     
     
 
     
 
Liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche berichtete das ARD-Politmagazin „Report Mainz“ darüber, dass Staatsanwaltschaften oft ihre Ermittlungs- und Verfolgungspflichten verletzen, wenn sie Verfahren wegen tierschutzrechtlicher Verstöße einstellen. Zu diesen Ergebnissen kommt Greenpeace in einer neuen Studie, sowie auch der Strafrechtsprofessor Jens Bülte. Besonders besorgniserregend ist, dass sogenannten Nutztieren eine Leidensfähigkeit weitgehend abgesprochen wird.
 
     
 
 
 
 
  Es ist offensichtlich, dass im Tierschutzstrafrecht ein anderes Maß gilt, als in anderen Bereichen der Kriminalität. Ein Anfangsverdacht wird oft nicht verfolgt. Kleine Vorankündigung: Wir hatten die Möglichkeit, ein ausführliches Interview mit Prof. Bülte zu führen, das wir in Kürze veröffentlichen. Seien Sie gespannt.
Hier können Sie die Sendung nachsehen.
 
     
 
     
 
Kleiner Erfolg bei der Ferkel-Kastration
Der Agrarausschuss des Bundesrats hat am Montag mehrheitlich Anträge abgelehnt, die eine verlängerte Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration forderten. Mehrere Bundesländer, darunter Bayern, Niedersachsen, Thüringen und Baden-Württemberg wollten das bereits 2013 beschlossene Verbot bis zu 5 Jahren herauszögern. 
 
     
 
 
 
 
  Damit sind zwar noch nicht alle Hürden für einen definitiven Ausstieg Anfang nächsten Jahres genommen, aber die Chancen stehen gut, dass es bei einem Ende der betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2019 bleibt. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 21. September über den Gesetzentwurf abstimmen. Danach muss noch der Bundestag zustimmen. Es ist unabdingbar, dass dieser schmerzhafte Eingriff ohne wirksame Betäubung endlich konsequent verboten wird. Ein weiteres Herauszögern des überfälligen Verbotes ist schlicht inakzeptabel.
Weitere Hintergründe  und Meinungen zum Thema.
 
     
 
     
 
Landtagswahl Bayern
Im Oktober stehen die Landtagswahlen in Bayern an. Wir haben einige wichtige Fragen an CSU, Grüne, FDP, Freie Wähler, die Linke und SPD gerichtet: Wie wird der Ausstieg aus dem Tierversuch zielstrebig zu verfolgt? Wie wird eine Kehrtwende in der landwirtschaftlichen Tierhaltung eingeleitet? Wie wird dem gesellschaftlichen Bildungsauftrag für Tierschutz nachgekommen? Wie wird das Staatsziel Tierschutz gefestigt?
 
     
 
 
 
  Lesen Sie jetzt schon den ausführlichen Fragenkatalog auf unserer Webseite. Die Antworten der Parteien veröffentlichen wir ab dem 24. September und natürlich werden wir auch die Wahlen im Oktober aktiv begleiten.  
     
 
     
 
Neue Info-Serie zur Botox-Kampagne
Seit der Botox-Aktions-Woche im Juni sammeln wir Unterschriften für die Entwicklung weiterer tierversuchsfreier Verfahren für das Faltenmittel Botox. Mit der Kampagne wollen wir Druck auf die Hersteller ausüben, auch für die verbliebenen Tests tierleidfreie Verfahren zu entwickeln und sich verstärkt für deren außereuropäische Anerkennung einzusetzen. Zur weiteren Aufklärung starten wir diese Woche eine neue, 6-teilige Infoserie zu medizinischen Anwendungsmöglichkeiten des Nervengifts.
 
     
 
  Foto: vkovalcik, iStockphoto/Alexa  
 
 
  Alle zwei Wochen können Sie hier etwas über ein aktuelles Einsatzgebiet von Botox erfahren. Also, informieren, mitmachen und unterschreiben! Hier geht es direkt zur Petition. Die aktuelle Pressemitteilung zum Start der Serie lesen Sie hier.  
     
  Termine