aus Newsletter vom 14.09.19  "Menschen für Tierrechte"

USA legt Ausstiegsplan vor // Klimakrise: Tierbestände müssen reduziert werden // Kastenstände: Verbesserungen nötig // NRW braucht Gefahrtiergesetz

 
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­ Newsletter Nr. 12/19 vom 14. September 2019 ­
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­ Inhalt
  • USA wollen bis 2035 aus Giftigkeitstests aussteigen
  • Tierversuchsrichtlinie: Deutschland muss Mängel beseitigen
  • Klimakrise: Tierbestände müssen reduziert werden
  • Tiertransportrouten: Landestierschutzbeauftragte legt Bericht vor
  • Kastenstände: Trotz Urteil keine Verbesserungen
  • Über 1,5 Millionen Unterschriften gegen Käfigkhaltung
  • NRW braucht Gefahrtiergesetz
  • Termine
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Liebe Leserinnen und Leser,
diese Woche gab es eine gute Neuigkeit: Die US-Umweltbehörde EPA soll Giftigkeitstests an Säugetieren sowie deren Finanzierung durch Steuergelder bis 2025 um 30 Prozent reduzieren. Bis 2035 sollen die leidvollen Versuche größtenteils beendet werden. Gleichzeitig soll die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren stärker gefördert werden.
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­ Auch wenn wir uns das Ende der grausamen Tests schon heute wünschen, ist dies ein echter Fortschritt. Denn der Ausstieg aus dem Tierversuch gelingt nur über die Einführung tierversuchsfreier Verfahren. Nach den Niederlanden haben nun auch die USA ein konkretes Ausstiegsdatum genannt – das ist eine schallende Ohrfeige für Deutschland, das sich bisher einem Ausstiegsplan verweigert. Das ist aus ethischen Gründen verwerflich. Hinzu kommt, dass Deutschland wissenschaftlich den Anschluss bei der Entwicklung neuer humanspezifischer Verfahren verpassen könnte. Hier Lesen Sie die Pressemitteilung.
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Tierversuchsrichtlinie: Deutschland muss Mängel beseitigen
Deutschland droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, weil es die EU-Tierversuchsrichtlinie nicht korrekt umgesetzt hat. Seit Jahren kritisieren Tierschutzverbände die mangelhafte Umsetzung der Richtlinie, auch der Bundesverband hatte mehrfach Beschwerde eingereicht. Vor dem Hintergrund der ablaufenden Frist, haben wir Ministerin Klöckner (CDU) erneut aufgefordert, die EU-Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen und endlich eine Gesamtstrategie zum Abbau der Tierversuche zu erarbeiten. Mehr dazu lesen Sie in unserer Pressemitteilung.
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Klimakrise: Tierbestände müssen reduziert werden
Im Vorfeld der Sitzung des Klimakabinetts am 20. September forderte der Bundesverband Ministerin Klöckner auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und die Tierbestände in Deutschland deutlich zu reduzieren. Denn die industrielle Landwirtschaft trägt maßgeblich zur Klimaerwärmung bei. Das Konzept für den Umbau des schädlichen Agrarsystems liegt längst auf dem Tisch. Jetzt muss es endlich umgesetzt werden.
Hier lesen Sie die Pressemitteilung.
Zusammen mit über zweihundert Organisationen unterstützt der Bundesverband den Klimastreik am 20. September. Machen auch Sie mit und kommen Sie zu den Demonstrationen vor Ort! Mehr Infos unter: www.klima-streik.org
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Tiertransportrouten: Landestierschutzbeauftragte legt Bericht vor
Im August reiste die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin mit drei weiteren Amtstierärztinnen nach Kasachstan und Usbekistan, um Versorgungsstationen auf der Tiertransportroute durch Russland zu besichtigen. Die Route gehört mit 7.000 Kilometern zur längsten Strecke von Tierexporten außerhalb der EU.
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­ Das Ergebnis ist erschreckend: Hinter der Region Smolensk gibt es keinerlei Entlade- und Versorgungsstationen mehr. Damit ist eine Genehmigung solcher Transporte definitiv nicht möglich, da eine Versorgung der Tiere nicht gewährleistet ist. Hessen wird auf der Agrarministerkonferenz Ende September einen Antrag einbringen, der den Bund erneut auffordert, eine bundesweite Datenbank mit tierschutzrelevanten Informationen zu Verladestationen, Grenzkontrollen und Transportrouten einzurichten. Schleswig-Holstein plant ein Exportverbot auf der Russland-Route.
Hier lesen Sie den vollständigen Bericht.
Hier lesen Sie den NDR-Beitrag über die Fahrt durch Russland, in dem die Veterinäre ein Verbot der Transporte fordern.
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Kastenstände: Trotz Urteil keine Verbesserungen
Drei Jahre nach dem rechtskräftigen Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg werden Muttersauen noch immer in viel zu engen Kastenständen gehalten. Recherchen von Report Mainz und Greenpeace zeigen, dass es bei der Haltung von Sauen kaum Verbesserungen gab. Wenn es um die sogenannte Nutztierhaltung geht, scheinen die Urteile deutscher Gerichte schlicht ignoriert zu werden.
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­ Da ist sie wieder: die faktische Straflosigkeit institutionalisierter Agrarkriminalität. Die Bundesregierung geht hier sogar noch weiter: Sie legte vor kurzem einen Verordnungsentwurf vor, der die tierquälerischen Kastenstände für die nächsten 15-17 Jahre sogar noch legalisiert. Folgerichtig lehnten alle Tierschutzorganisationen des verfassungswidrigen Entwurf geschlossen ab.
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Erfolg: Über 1,5 Millionen Unterschriften gegen Käfighaltung
Es gibt auch noch Neuigkeiten, die Hoffnung machen. Die große EU-Bürgerinitiative gegen die Käfighaltung war erfolgreich. Es kamen mehr als 1,5 Millionen Unterschriften zusammen. Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer/innen! Dies kann die Politik nicht ignorieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden, was die Initiative auf EU-Ebene bewegen kann.
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Exoten: NRW braucht Gefahrtiergesetz
Der Fall der entflohenen Kobra in Herne zeigt einmal mehr, dass in NRW verbindliche Regeln für die Haltung gefährlicher und exotischer Tiere fehlen. Neun Tierschutzorganisationen, darunter auch der Bundesverband, hatten die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) letzte Woche aufgefordert, endlich ein Gefahrtiergesetz zu erlassen. Die Grünen im Düsseldorfer Landtag wollen kommende Woche einen Entwurf für ein Gefahrtiergesetz einbringen. Die schwarz-gelbe Landesregierung kündigte derweil ein eigenes Gesetz an.
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