aus Newsletter "Menschen für Tierrechte" vom 14.03.20

Menschen für Tierrechte: Tierrechtsorg gewinnt Streit um Verbandsklage

Wir empfehlen vor allem den ersten Artikel, der eine grenzenlose Behördenwillkür beschreibt - mit Happy End.
In NRW wurde die Verbandklage sofort nach der Installation von CDU/FDP abgeschafft. Die haben tatsächlich Angst, dass TierschützerInnen ihre Fehler aufdecken.
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­ Newsletter Nr. 05/20 vom 14. März 2020 ­
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­ Inhalt
  • Erfolg: Tierrechtsorganisation gewinnt Streit um Verbandsklage
  • Landwirtschaft verfehlt Klimaziele
  • LPT-Neugraben: alle Tiere gerettet
  • Einflussnahme: Agrarlobby drängt in Schulen
  • Zoo: hohe Mortalitätsraten
  • Skandalschlachthof: Ermittlungen ausgeweitet
  • Frühlingsrettungen: Plätze für Hühner gesucht
  • Medientipps
  • Termine
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Liebe Leserinnen und Leser,

wir starten heute mal mit einer Erfolgsmeldung: Die Tierbefreiungsoffensive Saar (TiBOS e.V.) hat den Rechtsstreit um die Tierschutz-Verbandsklage im Saarland gewonnen. Das saarländische Umweltministerium hatte der Tierrechtsorganisation 2019 die Anerkennung als klagebefugter Verein entziehen wollen, nachdem die TiBOS die erste Verbandsklage einreichte – ein juristischer Skandal. Nun gab das Verwaltungsgericht im Eilverfahren die Erledigung bekannt. Der Erfolg vor Gericht war wichtig, um die mühsam erkämpfte Tierschutz-Verbandsklage und damit auch die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen. Lesen Sie mehr zu dem Fall in unserer Pressemitteilung.
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Landwirtschaft verfehlt Klimaziele
Die letzte Woche veröffentlichten Gutachten des Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministeriums, die das Klimaschutzprogramm 2030 auswerten, kommen beide zu dem Ergebnis: Die Bundesregierung wird ihre selbstgesteckten Ziele trotz Klimapaket nicht erreichen. Neben Verkehr und Gebäuden wird auch die Landwirtschaft die Ziele verfehlen. Geplant war eine Senkung von 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (2018) auf 58 Millionen.
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Den aktuellen Schätzungen zufolge reduzieren sich die Emissionen gerade einmal auf 64 Millionen Tonnen. Für den Bundesverband ist klar: Ohne eine Agrar- und Ernährungswende werden die Klimaziele nicht erreicht. Wichtigste Maßnahmen sind der Abbau der Tierbestände und die Reduzierung des Konsums tierischer Produkte.
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LPT-Neugraben: alle Tiere gerettet
Die letzten 1000 Mäuse und Ratten aus dem LPT-Tierversuchs-Labor in Hamburg-Neugraben sind nun in Tierheimen untergebracht worden. Es bestand die Befürchtung, sie könnten als Lebendtierfutter enden. Nun können sie den Rest ihres Lebens artgerecht in einem guten Zuhause verbringen. Aber noch ist der Kampf nicht vorbei. Millionen Versuchstiere leiden immer noch in deutschen Laboren. Deswegen machen wir uns weiter für einen Ausstieg aus dem System Tierversuch stark.
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­ Einflussnahme: Agrarlobby drängt in Schulen
Der Verein „Information.Medien.Agrar“ i.m.a. wirbt bei Kindern und Jugendlichen für ein „Weiter So“ in der konventionellen Landwirtschaft. Dafür bietet der Branchenverein sogar eigene Lehrmaterialien für den Unterricht an. Didaktikprofessor Tim Engartner von der Goethe-Universität Frankfurt sieht das äußerst kritisch. Denn die Schule hat einen Allgemeinbildungsauftrag. Die Schüler bekommen so nicht die Gelegenheit, auch kritisch auf die Landwirtschaft zu schauen. Deshalb wurde nun eine neue Petition gestartet, die fordert, dass Lobbyorganisationen der industriellen Agrarwirtschaft keinen Einfluss auf Kinder nehmen dürfen. Das würde nämlich bedeuten, dass Tierausbeutung und Umweltzerstörung auch in der nächsten Generation noch als „völlig normal“ gilt.
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Zoo: hohe Mortalitätsraten
Bei der Haltung von Wildtieren im Zoo kommt es oft zu Zwischenfällen mit dem Personal oder auch unter den Tieren. Allein diese Woche vermeldeten drei deutsche Zoos Todesfälle: Ein Bonobo-Baby aus der Stuttgarter Wilhelma verstarb mit nur 7 Monaten an einer Lungenentzündung, die Mutter trug das Kleine noch einige Tage zum Abschied bei sich. Außerdem starb ein neugeborenes Trampeltier-Fohlen im Zoo Dortmund nach nur wenigen Tagen. Im Zoo Leipzig tötete die Löwin Kigali zwei ihrer eigenen Jungtiere, nicht zum ersten Mal. Mehr zu den hohen Todesraten in Zoos lesen Sie auf tierrechte.de.
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Skandalschlachthof: Ermittlungen ausgeweitet
Im Fall der gravierenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf dem ehemaligen Skandal-Rinderschlachthof in Bad Iburg hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg ihre Ermittlungen ausgeweitet. Sie richten sich nun auch gegen mehrere Landwirte und Fahrer von Tiertransporten. Die Anklagebehörde wirft den Landwirten vor, sie hätten verletzte oder kranke Tiere zum Schlachthof geschickt. Den Fahrern wird vorgeworfen, die Tiere angenommen zu haben, obwohl sie wussten, dass diese nicht transportfähig waren. Mehr auf ndr.de.
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Frühlingsrettungen: Platz für Hühner gesucht
Ende März finden die Frühlingsrettungen von Rettet das Huhn e.V. statt. Doch es fehlen noch Lebensplätze für über 3.000 Hühner. Wer hat Platz?
Meldet euch bei Rettet das Huhn e.V., wenn ihr zwei oder mehr Hennen oder einem Hahn ein Leben bei euch schenken könnt. Die Hühner haben (je nach Betrieb) zwischen 12 und 20 entbehrungsreiche Monate in den Anlagen verbracht, haben zum Großteil noch nie das
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Tageslicht gesehen, geschweige denn jemals in der Erde gescharrt, im Sand gebadet oder irgendetwas kennengelernt, was ein Huhn für ein erfülltes und wesensgerechtes Leben bräuchte. Nach dieser Zeit der Ausbeutung würden sie normalerweise brutal ausgestallt, zum Schlachthof transportiert und getötet.
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Medientipps
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Termine
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Impressum:
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Mühlenstr. 7a, 40699 Erkrath, Deutschland
Fon 0211 - 22 08 56 48
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" noclick="parent.window.location.href=# return false;" data-ce-class="Emails" style="border-bottom: 1px dotted rgb(0, 144, 196); cursor: pointer; text-decoration: none; display: inline-block; color: rgb(0, 0, 255);">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath bei Düsseldorf (früher Aachen) sind Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Die Stärke des Verbandes liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt er einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der "Nutztier"-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das "Ersatzverfahren des Jahres" sowie das "Versuchstier des Jahres", betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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