Artikel Rheinische Post 01.04.17

(bü) Tier­hal­tung Ein Ver­mie­ter hat nicht das Recht, in Miet­ver­trä­gen sei­nen Mie­tern (fast) je­de Tier­hal­tung zu un­ter­sa­gen. Im kon­kre­ten Fall wa­ren Mie­ter ver­pflich­tet, dem Ver­mie­ter jeg­li­che Tier­hal­tung „zur Ge­neh­mi­gung“ vor­zu­tra­gen. Nicht er­laubt wa­ren et­wa Hun­de, Kat­zen und Ka­nin­chen. Als ei­ne Mie­te­rin sich den­noch ei­nen Hund zu­leg­te, wur­de sie von der Ver­mie­te­rin ver­klagt. Dies aber oh­ne Er­folg: Die Klau­sel im Miet­ver­trag sei un­wirk­sam, da sie die Mie­ter un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­ge. (AmG Köln, 210 C 26/15)
Kau­ti­on So­lan­ge ein Ver­mie­ter ei­nem Mie­ter nicht den Nach­weis dar­über er­bringt, wo und in wel­cher Hö­he die zu Be­ginn des Miet­ver­hält­nis­ses ge­zahl­te Miet­kau­ti­on „in­sol­venz­fest“ zins­brin­gend an­ge­legt ist, kann er die Zah­lun­gen des mo­nat­li­chen Miet­zin­ses ein­be­hal­ten. Die­ses Recht be­steht auch dann, wenn der Ver­mie­ter zwar den Nach­weis über ei­ne Kon­to­stands­be­stä­ti­gung vor­legt, sich dies aber nicht als ein kor­rek­tes Miet­kau­ti­ons­kon­to zu­guns­ten des Mie­ters er­weist, so das Ge­richt. (AmG Bre­men, 10 C 331/11)