Quelle: Deutsches Tierschutzbüro e.V."

Das Geschäft mit der Tierhaut

Der große Teil des Tierleids auf der Welt ist nur durch den Menschen gemacht. Nur wegen des Verlangens nach Fleisch, Milch und Eiern werden Milliarden von Tieren in der Massentierhaltung ausgebeutet. Und nur auf Grund der absurden modischen Vorstellungen einiger, werden immer noch Tiere für ihren Pelz gequält und gehäutet. Doch ein Aspekt der ausbeuterischen Behandlung von Tieren wird oft vergessen: Leder und Lederproduktion. Dabei ist der Unterschied am Ende nur oberflächlich!


Denn auch wenn Leder oft nur als Abfallprodukt der Fleischindustrie gesehen wird, ist dies leider etwas zu kurz gedacht. Die Gewinnung von Leder macht die Zucht und Schlachtung von Tieren nur noch profitabler! Im ersten Moment vielleicht unglaublich aber Leder macht 50% des Gesamtgewinns eines Schlachttiers aus! Und dabei sprechen wir erst einmal “nur” von den typischen Nutztieren wie Rind und Schwein. In vielen Ländern werden auch Schlangen, Krokodile, Hunde oder Katzen geschlachtet, nur um an ihr Leder, das teilweise als Luxusgut und besonders exotisch gilt, zu kommen und an den Menschen zu verkaufen. Und das oft in Ländern, in denen keine oder nur rudimentäre Tierschutzgesetze gelten und die Qual dementsprechend groß ist - wieder müssen die Tiere für die Bedürfnisse der Menschen leiden.

Dabei müsste das nicht sein! Der Vorteil von Leder war schon immer nicht nur das Aussehen, sondern die Eigenschaften: langlebig, robust und wetterbeständig ist es. Da konnten viele Alternativen meist nicht mithalten. Doch immer mehr Produzenten und weiterverarbeitende Industrien setzen sich mit Alternativen auseinander: Kunststoffe oder pflanzliche Gewebe aus Hanf, Kork oder Ananas werden immer ausgereifter und stehen dem tierischen Pendant in nichts mehr nach. Und immer mehr Produzenten von Kleidung und der EInzelhandel selbst stellen sich auf lederfreie Alternativen ein. Auch wenn die Verbreitung von konventionellen Leder immer noch enorm ist, lässt das auf ein Umdenken und auf eine vielleicht leid freiere Zukunft für die Tiere hoffen! 

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier auf unserer Website