Grundsätzliches: Katzen sind obligate Karnivoren

Das bedeutet, ihr Stoffwechsel ist evolutionär auf die Verdauung von tierischem Gewebe spezialisiert. Katzen müssen Fleisch fressen, um alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu bekommen. Sie können – im Gegensatz zu Hunden – viele Stoffe nicht selbst herstellen, die im Fleisch vorkommen.

Dazu gehören z. B.:

  • Taurin (essentiell für Herz und Augen)
  • Arachidonsäure (eine Fettsäure)
  • Vitamin A (Retinol) in aktiver Form
  • Vitamin B12
  • Niacin
  • Carnitin

Lebensnotwendige Nährstoffe sind in pflanzlicher Nahrung
nicht oder nur in synthetischer Form verfügbar.

  1. Taurin: 
    Katzen können die essenzielle Aminosäure Taurin nicht selbst in ausreichender Menge synthetisieren. Ein Mangel führt unweigerlich zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Erblindung (retinale Degeneration) und Herzmuskelerkrankungen (dilatative Kardiomyopathie). In natürlicher Fleischnahrung ist viel Taurin enthalten.
  2. Arachidonsäure: 
    Eine weitere essenzielle Fettsäure, die fast nur in tierischen Fetten vorkommt. Ein Mangel kann zu Hautproblemen, Gerinnungsstörungen und Fortpflanzungsproblemen führen.
  3. Vitamin A: 
    Katzen können pflanzliches Beta-Carotin (aus Karotten) nicht in Vitamin A umwandeln. Sie sind auf vorgeformtes Vitamin A aus der Leber ihrer Beute angewiesen.
  4. Vitamin B12: 
    Kommt natürlich nur in tierischen Produkten vor.
  5. Proteinqualität und pH-Wert: 
    Pflanzliche Proteine haben ein für Katzen weniger optimales Aminosäureprofil. Der Urin von Katzen, die fleischhaltiges Futter fressen, ist naturally sauer, was die Bildung von Harnkristallen (Struvit) verhindert. Pflanzliche Ernährung kann den Urin alkalischer machen und dieses Risiko erhöhen.