aus Newsletter vom 27.05.21 von "Rettet den Regenwald e.V." <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke

 
Fehlerhafte Darstellung? Newsletter im Browser anschauen
 
Giraffen

Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke

Die Themen dieses Newsletters

Petition: Bäume sind kein Brennmaterial für Kraftwerke

Übergabe: Keine Außenwirtschaftsförderung auf Kosten von Menschenrechten!

News: Korindo gewinnt als „Internationaler Rüpel des Jahres“

Spendenaktion: Helft den Dörfern gegen den Palmöl-Riesen

_____________________________________________________________________________

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

es klingt wie ein schlechter Scherz:

Bei uns sollen Kraftwerke wie Tiefstack im Hamburger Hafen auf Biomasse umgerüstet und dort statt Kohle riesige Mengen Büsche und Bäume aus Namibia verfeuert werden. Damit wird zwar der versprochene Kohleausstieg realisiert, aber wichtige Lebensgrundlagen für die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt zerstört und verbrannt!

In den Savannen Namibias sollen schwere Maschinen die Büsche und Bäume roden und zerschreddern, um sie in 105 Biomasse-Industrie-Parks zu Pellets zu pressen und schließlich 10.000 Kilometer per Schiff zu uns zu transportieren.

Hinter den Projekten stecken das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und die staatliche Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). In Namibia heimische Gehölze wie Akazien, die Hauptnahrung von Wildtieren wie Giraffen, bezeichnen sie als Gestrüpp. Eine "Verbuschung“ bedrohe die Rinderweiden, das Grundwasser sowie die Tier- und Pflanzenwelt.

Nach Protesten von Umweltorganisationen - darunter Rettet den Regenwald, hat die Umweltbehörde von Hamburg den Prüfprozess am 18. Mai ausgesetzt und an das BMZ weitergereicht.

Was für Hamburg gilt, gilt für ganz Deutschland und weltweit: Savannen, Wälder und andere natürliche Ökosysteme sind für den Erhalt der Artenvielfalt und für den Klimaschutz unerlässlich - und keinesfalls Brennmaterial für Kraftwerke.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition!

ZUR PETITION  

Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Bettina Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

Freunde direkt aufmerksam machen:
 Facebook  Twitter  WhatsApp  E-Mail
RdR, FIAN und Powershift überreichen die Petition 1235

Keine Außenwirtschaftsförderung auf Kosten von Menschenrechten!

Klein, aber fein und mit Maske: Am 17. Mai haben wir die Petition „Keine Kreditgarantien für Bauxitminen in Guinea“ mit mehr als 94.000 Unterschriften dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin übergeben. Mit dabei waren FIAN und PowerShift.

Die Bundesregierung bürgt mit ungebundenen Finanzkrediten an den Minenbetreiber Compagnie des Bauxites de Guinée für mehrere hundert Millionen Euro, obwohl die Umweltschäden vor Ort immens sind und die Rechte der Einheimischen verletzt werden.

Die Vertreter von Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben inhaltlich nichts zu den Menschenrechtsverletzungen gesagt. Deshalb bleiben wir dran. Spätestens nach der Bundestagswahl werden wir den dann womöglich neuen Minister erneut mit der Problematik konfrontieren – und auffordern, zu handeln.

Falls Sie diese Petition noch nicht unterschrieben haben, können Sie es gern noch tun.

Zur News  
Das Bündnis CASE organisiert den European SLAPP Contest

Korindo gewinnt als „Internationaler Rüpel des Jahres“

Die Jury hat entschieden: Beim European SLAPP contest erhält die indonesische Firma Korindo den Titel als „Internationaler Rüpel des Jahres“ . Die Juroren – Abgeordnete des EU-Parlaments – waren sich in dieser Kategorie einig. Korindo erhielt alle sieben Stimmen.

Beim Publikumspreis landete die Firma auf dem fünften Rang.

Der Wettbewerb hat einen ernsten Hintergrund: das Bündnis CASE (Coalition Against SLAPPs in Europe) macht damit auf die Bedrohung von Aktivsten und Journalisten durch Einschüchterungsklagen – zu Englisch SLAPP - aufmerksam. Mächtige Personen und Firmen verklagen immer aggressiver unbequeme Kritiker, um sie einzuschüchtern und mundtot zu machen.

So stehen wir in Hamburg vor Gericht, weil wir die Regenwaldvernichtung durch den Palmölkonzern Korindo in Papua kritisiert haben.

Die virtuelle Preisverleihung können Sie hier sehen. Die Auszeichnung für die Klage gegen Rettet den Regenwald beginnt ab Minute 14:45.

Zur News  
Protest gegen Okomu Oil Palm Oil in Nigeria

Spendenprojekt: Helft den Dörfern gegen den Palmöl-Riesen

Als genau vor einem Jahr die Hütten des Dorfes Ijaw-Gbene brannten, schlug Chief Ajele Sunday Alarm. 80 Dorfbewohner hatten ihr Zuhause verloren – Zeugen beschuldigen Sicherheitskräfte der Firma Okomu Oil Palm Plantation Plc, gemeinsam mit Angehörigen der Armee dafür verantwortlich zu sein.

Dank Ajele Sundays unermüdlichem Einsatz steht mittlerweile eine Koalition von mehreren Dörfern. Gemeinsam leisten sie gegen den Palmöl-Konzern Widerstand. Doch es ist ein ungleicher Kampf zwischen dem finanzstarken global Player Socfin und den armen Bauern und Fischern.

Bitte unterstützen Sie die Bevölkerung mit Ihrer Spende.

Zum Spendenprojekt