Spielt unsere "Weinkönigin" Klöckner mit falschen Karten?

Auszug aus dem NL von "Menschen für Tierrechte":
Zu Wochenbeginn trafen sich die LandwirtschaftsministerInnen der EU zum Agrarrat. Auf der Agenda stand auch ein Antrag, der Niederlande, Luxemburg und Deutschland.
Sie forderten ein EU-weites Verbot von Langstreckentransporten lebender Tiere in Nicht-EU-Länder sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg,
insbesondere in die Hochrisikostaaten Marokko, Türkei, Russland, in den Nahen Osten und Asien.
Dies soll bei der Überarbeitung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates umgesetzt werden. So weit so gut.

Der Vorstoß der Länder, mit dem sie Druck auf die EU-Kommission und die anderen Mitgliedsstaaten machen, ist natürlich zu begrüßen.
Skandalös ist jedoch, dass Julia Klöckner (CDU) ein Export-Verbot auf nationaler Ebene bisher konsequent blockiert –
obwohl sich der Bundesrat noch Anfang des Jahres für ein Verbot ausgesprochen hatte und mehrere unabhängige Gutachten belegen,
dass es mit EU-Recht vereinbar wäre.
 
Letzten Freitag stimmte der Bundesrat jedoch gegen ein Verbot von Tiertransporten in Tierschutz-Hochrisikostaaten. Wie kam es zu dieser 180-Grad-Wende? 
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte zuvor Offene Briefe an alle Bundesländer geschickt und sie dazu aufgefordert, gegen das Verbot zu stimmen. Dies sieht eher nach Erpressung als nach ehrlichem Bemühen um mehr Tierschutz aus.

Die Hoffnungen richten sich jetzt auf die nächste Bundesregierung und die EU-Kommission. Beide können nun zeigen, welchen Stellenwert der Tierschutz für sie wirklich hat. Mehr auf tageschau.de.