aus Newsletter vom 09.07.21 von "Wildtierschutz Deutschland e.V." <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Wildtierschutz: Geschafft: Totschlagfallen in Hessen verboten

Eigener Beitrag unserer Vorsitzenden

im Mai 2007 wurden wir von einer Frau in Langenfeld-Richrath gerufen, weil dort im Schuppen 5 Katzenkinder waren. Die Mutter war nicht mehr zurückgekehrt.
Wir haben die Kinder abgeholt und fingen an, sie aufzupäppeln,

Ein paar Tage später wurden wir informiert, dass eine Katze in einer Schlagfalle gefunden wurde. Sie wurde umgehend in eine TA-Praxis gebracht, um sie zu behandeln. Die Verletzungen waren - Gott-sei-Dank - nicht gravierend. Noch ein paar Tage später holten wir die Katze ab und siehe da: Es war die Mutter der 5 Kinder, ich nannte sie Anemone.
Das herzzerreißende Wiedersehn werden wir nie vergessen.

Die Schlagfalle ließ ich mir mitgeben. Sie war verrostet und irgendwann habe ich sie bei Henkel gesandstrahlt und rot lackiert.Sie hängt über die Tür im Eingangsflur - zur Anschauung und Abschreckung.Das ist noch eine der harmlosen Fallen, die meisten haben Zacken an den zuschlagenden Seiten.
 
Das soetwas im 21. Jahrhundert überhaupt noch erlaubt ist, ist unfaßbar.Wie abgestumpft müssen Menschen sein, die soetwas aufstellen. Ich wiederhole mich und zitiere Theodor Heuss:

„Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jägerei ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“

aus dem Newsletter

Wildtierschutz Deutschland e.V. -  9. Juli 2021 - Webversion
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­ kürzlich haben wir Sie darüber informiert, dass nach Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland auch Hessen die Jagd mit den tierquälerischen Totschlagfallen abschaffen will. Wir hatten dazu im Rahmen der Anhörung eine Stellungnahme abgegeben. Gestern hat der Hessische Landtag das Verbot von Totschlagfallen endlich verabschiedet. Das ist ein kleiner Erfolg, den wir auch Ihrer Unterstützung und unserer langjährigen Arbeit zuschreiben.

Im nächsten Schritt werden wird jetzt - gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere und der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht - bei den verbleibenden Bundesländern darauf drängen, auch dort die Jagd mit Totschlagfallen abzuschaffen.

Natürlich wollen wir uns damit nicht zufrieden geben. Die Fallenjagd gehört insgesamt abgeschafft. Auch in sogenannten Lebendfallen haben Wildtiere zum Teil so erheblichen Stress, dass sie schon dadurch sterben.
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Nun stellen Sie sich mal vor, Ihr Hund oder Ihre Katze verfängt sich in einem Drahtgitterzaun so, dass er oder sie sich nicht befreien kann und auch Sie zunächst nicht helfen können.

In Mittenwald in Oberbayern ist das einem Fuchswelpen passiert. Da der Tierschutz nicht erreichbar war, hat die Besitzerin eines Lebenshofes die Polizei angerufen. Die hat den Jäger verständigt. Der kam herbei, stieg aus dem Auto aus, lud die Waffe und ging schnurstracks zum Füchslein, um es mit einem Kopfschuss zu „erlösen“.

Weil sich die ganze Geschichte auch noch auf befriedetem Gebiet abspielte – hier darf die Schusswaffe nur mit Genehmigung der Behörde (lag nicht vor) eingesetzt werden – haben wir Anzeige wegen Jagdwilderei gegen den beteiligten Jäger erstattet. Nach dem Fall am Tegernsee bereits der zweite Fall in Oberbayern innerhalb nur kurzer Zeit.
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­ Wir bleiben für Sie am Ball, informieren und setzen uns für die Abschaffung der Hobbyjagd ein. Wenn Sie Fördermitglied werden oder uns mit einer Spende unterstützen, setzen wir die je nachdem wie Sie entscheiden für weitere Öffentlichkeitsarbeit oder für unsere Wildtierpflegestellen ein.

Herzliche Grüße ... und genießen Sie den Sommer!

Ihr Lovis Kauertz
Wildtierschutz Deutschland e.V.

P.S. Der Verein ist gemeinnützig und hat keine Personalkosten. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden.