aus Newsletter vom 06.04.22 von "foodwatch | Saskia Reinbeck" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Petition von foodwatch: Getreide für umgerechnet 15 Millionen Brote in Europas Autotanks

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Zur Mitmach Aktion gegen Agrosprit
© foodwatch
 
 

Agrosprit ist Irrsinn: Jeden Tag landet Getreide für umgerechnet 15 Millionen Brote in Europas Autotanks (1). Gleichzeitig drohen in Ländern im Nahen Osten und in Afrika katastrophale Hungersnöte. In diesen Wochen wird die Bundesregierung entscheiden, ob Essen im Tank bald der Vergangenheit angehört. Denn „Bio“-Diesel und Co. werden noch immer staatlich gefördert. Damit muss endlich Schluss sein! Zusammen machen wir Umweltministerin Steffi Lemke und Agrarminister Cem Özdemir klar: Staatliche Förderung für Agrosprit sofort stoppen!

Hier klicken & Agrosprit stoppen!

Wir tanken Essen. Alleine für den deutschen Verbrauch werden weltweit auf 1,9 Millionen Hektar Land Getreide, Öl- und andere Nutzpflanzen für vermeintlich „grüne“ Kraftstoffe angebaut, die fossilem Diesel und Benzin beigemischt werden. Eine Fläche siebenmal so groß wie das Saarland. Das ist ein irrsinniger Flächenverbrauch, der dem Klima mehr schadet, als nützt (2). Gleichzeitig warnt u. a. die Welternährungsorganisation der UN, dass die Preise für Nahrungs- und Futtermittel durch den Ukrainekrieg um bis zu 20 Prozent steigen könnten (3). Denn die Ukraine und Russland gehören zu den wichtigsten Exporteuren von Nahrungsmitteln und werden in absehbarer Zeit deutlich weniger Mais, Getreide und Co. liefern. 

Um eine Katastrophe zu verhindern, dürfen wir nicht weiter dabei zusehen, wie kostbare Ackerböden für den Anbau von Pflanzen für Agrokraftstoffe verschwendet werden. Gerade in Zeiten drohender Nahrungsmittelknappheit ist es absolut unverantwortlich, weiter Getreide und andere Pflanzen in den Tank zu kippen. Die Bundesregierung kann und muss jetzt handeln und die Agrokraftstoff-Förderung als Sofortmaßnahme beenden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Am Donnerstag wollen wir gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe mit einer Protestaktion vor den Ministerien für Umweltschutz und Landwirtschaft ein Zeichen setzen. Dabei zählt auch Ihre Stimme: Schreiben Sie eine Protestmail direkt an die verantwortlichen Minister:innen Steffi Lemke und Cem Özdemir – damit endlich Schluss ist mit Nahrungsmitteln in der Zapfsäule.

Hier klicken & unterzeichnen!
P.S.: Übrigens: Erneuerbare Antriebsenergie für Fahrzeuge lässt sich auch ohne immense Flächenverschwendung herstellen: Für die gleiche Kilometerleistung benötigt die Erzeugung von Solarstrom für E-Fahrzeuge
97 % weniger Fläche als Agrokraftstoffe (4).
 
 
 
 
Saskia Reinbeck

Danke für Ihre Unterstützung
Saskia Reinbeck
Recherche und Kampagnen

 
 
 
 

Quellen:
(1) h‍tt‍ps://w‍ww.t‍r‍anspo‍rten‍vironment.org/discover/food-not-fuel-why-biofuels-are-a‍-risk-to-foo‍d-secu‍rity/
(2) h‍tt‍ps://w‍w‍w.d‍uh.d‍e/fileadmin/user_up‍load/download/Projektinformatio‍n/
Naturschutz/Agrokr‍aftstoff‍e/DUH_Briefing_Agrokraftstoffe_23_02_2022_final.p‍df
(3) ht‍tp‍s://w‍ww.f‍ao.org/fileadmin/user_upload/fao‍web/2022/Info-Note-Ukraine-Russian-Federati‍on.p‍d‍f 
(4) h‍tt‍ps://w‍w‍w.if‍e‍u.‍de/fi‍lead‍min/uploa‍ds/pdf/CO2_Opportunit%C3%A4tskosten_Biokraftstoffe_1602022__002_.pd‍f S. 20