aus Newsletter vom 01.07.22 von Menschen für Tierrechte" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Menschen für Tierrechte: Ausstieg aus der Tierhaltung: Der Moment für den Systemwechsel ist jetzt!

Menschen für Tierrechte

Nr. 10/22 vom 01.07.2022

Inhalt

  • Neues Ausgabe: tierrechte 02/2022
  • Versuchstier des Jahres 2022: Der Hamster in der Infektionsforschung
  • Ernährungsstrategie BMEL: Stärker pflanzenbasierte Ernährung ist ein zentrales Ziel
  • Alle mithelfen: Endspurt für ein Europa ohne Tierversuche
  • Aufruf an die EU-Abgeordneten: Schützen Sie lebenswichtige Antibiotika
  • NRW: Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz
  • Milchkühe: Bankrotterklärung der Hochleistungszucht auf Milchtyp bei Kühen
  • Stierkampf: Arena in Kolumbien stürzt ein
  • Termine

Liebe Leser:innen,

Die aktuelle Ausgabe unseres Magazins tierrechte (02/2022) steht unter dem Motto: Der Moment für den Systemwechsel ist jetzt!

Multiple globale Krisen zeigen uns überdeutlich, dass wir einen Systemwechsel unseres Landwirtschafts- und Ernährungssystems brauchen. Der Fleischkonsum in den Industrienationen muss geschätzt um mindestens 75 Prozent sinken, um die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten. Für den Bundesverband liegt die Lösung nicht in der Reform des bestehenden Tierhaltungssystems, sondern im Aufbruch zu einer neuen, nachhaltigen, tier- und klimafreundlichen Erzeugung. 
Um diesen existentiellen Transformationsprozess zu beschleunigen, wollen wir uns nicht nur auf Maximalforderungen beschränken. Mit dem in Kürze startenden Projekt „Ausstieg aus der Tierhaltung“, will er Landwirt:innen aktiv dabei unterstützen, aus diesem für alle ruinösen System auszusteigen. Der Markt für pflanzliche Produkte wächst rasant und es wird deutlich, dass sich die junge Generation schon mitten in der Ernährungswende befindet. In der aktuellen Ausgabe des Magazins tierrechte lesen Sie alles zu den zu den neuesten Entwicklungen, zum Versuchstier des Jahres und wie Sie die aktuell laufenden EU-Bürgerinitiativen unterstützen können. Die ausführliche Version des spannenden Interviews mit Agrarökonom Dr. Martin Parlasca zum Thema Systemwechsel finden Sie auf tierrechte.de.

Versuchstier des Jahres 2022: Der Hamster in der Infektionsforschung

Der Bundesverband ernennt den Hamster in der Infektionsforschung zum „Versuchstier des Jahres 2022“. Die Coronapandemie hat die Versuche mit Hamstern in die Höhe schnellen lassen. In Deutschland haben sich die genehmigten Tierzahlen seit 2019 fast verzehnfacht. Die meisten Hamster werden in Deutschland für die SARS-CoV-2-Virus-Forschung eingesetzt, einige für die Erforschung anderer Impfstoffe, für Untersuchungen des Stofftransports zwischen Körperflüssigkeiten und Geweben sowie für Studien bestimmter menschlicher Nervenleiden. In der 17-seitigen Broschüre werden aktuelle Versuchstierzahlen und Tierversuche mit Hamstern sowie bereits existierende tierversuchsfreie Verfahren vorgestellt. Mit der Ernennung wollen wir auf das versteckte Leid der Tiere aufmerksam machen. Gleichzeitig fordern wir eine verstärkte Förderung der tierfreien Impfstoffentwicklung. Hier können Sie die 17-seitige Broschüre als PDF herunterladen.

Ernährungsstrategie BMEL: Stärker pflanzenbasierte Ernährung ist ein zentrales Ziel

Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag vereinbart bis 2023 ihre Ernährungsstrategie zu erarbeiten. Der Prozess wird unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) laufen un es sollen Akteure aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingebunden werden. Diese Woche fand die virtuelle Auftaktveranstaltung zum Beteiligungsprozess statt. Als ein zentrales Ziel gilt die stärker pflanzenbasierte Ernährung und diese für alle Bürgerinnen und Bürger möglich zu machen. Lesen Sie mehr auf vegonomist.de.

Teilen Teilen Teilen! Bürgerinitiative gegen Tierversuche

Noch bis zum 31. August dieses Jahres haben wir Zeit, um 
1 Mio. Unterschriften für die EU-Bürgerinitiative für eine tierversuchsfreie EU zu sammeln. Bitte helfen Sie mit und unterschreiben Sie hier. Um noch mehr Unterschriften zu sammeln, können Sie sich hier einen Abreißzettel ausdrucken. Hängen Sie ihn am schwarzen Brett, im Bioladen, Reformhaus, Supermarkt oder in der Teeküche auf. Mehr Material und alle Informationen zur EBI finden Sie hier. Nutzen Sie auch ihr Social Media um wichtige EU-Bürgerinitiative zu verbreiten. Dafür gibt es auch eine neue internationale Webseite: endanimaltesting.eu

Jede Unterschrift zählt und jede Hilfe macht einen Unterschied! Vielen Dank!

Aufruf an die EU-Abgeordneten: Schützen Sie lebenswichtige Antibiotika

Massentierhaltung wäre ohne die Anwendung von Antibiotika nicht möglich. Die Tiere überstehen die Torturen von Zucht, Mast und Transport nur durch regelmäßige Gaben der hochwirksamen Arzneimittel. Sie erhalten sogar Reserve-Antibiotika, die eigentlich nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen sollten. Dies führt dazu, dass immer mehr Krankheitserreger resistent werden und Antibiotika im Ernstfall nicht mehr wirken. Dies wäre eine Katastrophe. Deswegen fordern wir das EU-Parlament und die EU- Kommission auf, die Wirksamkeit wichtiger antimikrobieller Mittel zu erhalten und die von ihnen vorgelegte Liste zu überprüfen. Mehr zum Aufruf und den Appell zum Download finden Sie auf tierrechte.de.

NRW: Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz

Der schwarz-grüne NRW-Koalitionsvertrag enttäuscht in Sachen Tierschutz. Die Grünen sind von vielen Versprechen in ihrem Wahlprogramm abgerückt. Von der Agrarwende, einem ihrer Kernthemen, sind nur schwammige Ankündigungen übriggeblieben. Auch die Wiedereinführung der Tierschutz-Verbandsklage wurde von der CDU abgeschmettert. Und der Bereich Tierversuche ist Schwarz-Grün nur zwei nichtssagende Sätze wert. Der Vertrag eröffnet aber auch Chancen, wenn die Grünen bereit sind, sich gegen die Bremser aus der CDU durchzusetzen. Hier lesen Sie den vollständigen Kommentar.

Milchkühe: Bankrotterklärung der Hochleistungszucht auf Milchtyp bei Kühen

In der aktuellen Juni-Ausgabe des Deutschen Tierärzteblatts wird die Studie einer ad hoc Arbeitsgruppe „Tierschutz in der Nutztierzucht“ in Auszügen vorgestellt. Schon seit längerer Zeit steht die Frage im Raum, ob Kühe der Rasse der Holstein Friesian (Milchtyp) eventuell als Qualzuchten einzustufen sind. Zusammenfassend wird klar: 75 – 80% der Kühe dieser Rasse sind schon zu Beginn der Produktion ernsthaft krank. Das Problem der Bullenkälber wird in der Studie ebenfalls aufgegriffen. Ein Bullenkalb der Milchrassen ist wirtschaftlich „wertlos“, da die Mast sich nicht lohnt – die Rasse ist ausschließlich für die Milch und nicht für den Fleischansatz gezüchtet. 2019 wurden 200.000 Bullenkälber illegal entsorgt.

Es ist und bleibt unverständlich, warum hier immer noch diskutiert wird, ob es sich hier um eine Qualzucht handelt. Der Qualzuchtparagraph muss auf jeden Fall nachgeschärft und konkretisiert werden. Die Langversion der Studie finden Sie hier zum Download.

Stierkampf: Arena in Kolumbien stürzt ein

In Kolumbien ist die Seite einer Stierkampfarena eingestürzt. Dabei sind hunderte Menschen verletzt worden, bislang sind sogar 4 Tote darunter. Das ist eine absolute Tragödie und ein Grund mehr, solche barbarischen Spektakel endlich weltweit zu verbieten. Der neu gewählte Präsident fordert immerhin die Lokalverwaltungen des Landes auf, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden. Dies ist nicht der erste solche Vorfall im Land. Tierquälerei und -Mord zur Volksbelustigung, das gehört endlich in die Vergangenheit. Lesen Sie mehr dazu auf tagesschau.de.

Impressum:

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52, 53909 Zülpich, Deutschland
Tel: 02252 - 830 12 10
Fax: 02252 - 830 12 11
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" data-ce-class="Emails">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.tierrechte.de

Spendenkonto:
Sparkasse Aachen
IBAN: DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic: AACSDE33

Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig
Tagesaktuelle Infos finden Sie auf unserer Facebookseite

Unsere Datenschutzbestimmungen

Newsletter abbestellen

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der "Nutztier"-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das "Ersatzverfahren des Jahres" sowie das "Versuchstier des Jahres", betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin "tierrechte" heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.