TIERHALTUNGSVERBOT WIRD GEPRÜFT
Hunderte Kleintiere aus Wohnhaus gerettet

Das Veterinäramt im Jerichower Land hat nach MDR-Recherchen rund 250 Tiere aus einem Wohnhaus geholt, darunter Hunde, Katzen und Kaninchen. Sie befanden sich teils in schlechtem Zustand.

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In dem kleinen Ort Rosian wurden Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Vögel und Fische aus einem Haus gerettet. (Symbolbild)Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Ortsteil Rosian bei Möckern im Jerichower Land soll eine Frau massenhaft Tiere gehalten und nicht mehr richtig versorgt haben. Nach Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT hat das Veterinäramt des Landkreises bereits am Dienstag rund 250 Tiere aus einem privaten Wohnhaus geholt.

Es wurden etwa 90 Kaninchen, 50 Meerschweinchen sowie Hunde, Katzen, Vögel und Fische beschlagnahmt. Einige Tiere waren trächtig oder krank. Die Tiere wurden in engen Käfigen gehalten. Teilweise befanden sich in einer Box bis zu 20 Kaninchen.

Tierheim kümmert sich jetzt um die Gesundheit

Die beschlagnahmten Tiere wurden vorläufig in einem Tierheim im Landkreis Jerichower Land untergebracht. Eine Vermittlung konnte noch nicht erfolgen, da die Tiere laut Gesetz der Frau gehören.

Ein entsprechendes Tierhaltungsverbot werde derzeit geprüft. Sollte sich der Vorfall bestätigen, muss auch geklärt werden, welche Strafe der Tierhalterin droht. Menschen, die Tiere horten, droht laut Tierschutzgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Auf Anfrage äußerte sich der Landkreis Jerichower Land, der für das Veterinäramt zuständig ist, zu dem Fall bislang nicht.