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Wildtierschutz Deutschland: Verbot der Fallenjagd in Hessen

Wildtierschutz Deutschland e.V. -  11. Juni 2021 - Webversion
 
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­ wer Fallen im Rahmen der Jagd einsetzt, quält Tiere. Gefangene Tiere leiden in Lebendfallen unter Stress und Angst oder werden – selbst bei sachgerechter Anwendung von Totschlagfallen – schwer verletzt. Grundsätzlich ist eine Selektion im Rahmen der Fallenjagd nicht möglich: wo der Fuchs reingeht, bleibt auch die Katze nicht außen vor. Wenn ein Tier in eine nicht für diese Art vorgesehene Falle gerät, die eben entweder „zu groß" oder „zu klein" ist, kann es zu Zerquetschungen oder zerschlagenen Knochen kommen und dies bei anhaltendem und vollständigem Bewusstsein des Tieres. Das trifft auch für Fälle zu, in denen ein Tier versucht, den Köder mit der Pfote abzuziehen.

Es gibt keinen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes, Fallen im Rahmen der Jagd zu verwenden. Deshalb setzt sich Wildtierschutz Deutschland dafür ein, dass die Fallenjagd abgeschafft wird.

Nachdem die Anwendung von Totschlagfallen bereits in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und im Saarland verboten ist, ist Wildtierschutz Deutschland nun zur Anhörung zu einer entsprechenden Gesetzesänderung in Hessen geladen. Wir gehen davon aus, dass zumindest die Totschlagfallen in Hessen schon bald der Vergangenheit angehören. Wir halten Sie dazu gerne auf dem Laufenden.
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In einem Kurpark am Tegernsee hatte ein zutraulicher, kleiner Fuchs die Aufmerksamkeit von Passanten und Anwohnern erregt. Nachdem jemand die Polizei gerufen hatte, kam relativ zügig der Bürgermeister mit einem ihm bekannten Jäger. Zwei (!) Schüsse aus der Langwaffe und das Füchslein war tot. 

Der Kurpark ist befriedetes Gebiet. Hier ruht die Jagd. Der Bürgermeister hat sich über den Verwaltungsweg hinweggesetzt und ohne behördliche Genehmigung und unseres Erachtens ohne zwingenden Grund einen jungen Fuchs erschießen lassen. Damit hat sich der Jäger möglicherweise der Jagdwilderei schuldig gemacht und der Bürgermeister der Anstiftung. Wir haben beide bei der Staatsanwaltschaft München angezeigt. Mehr Informationen dazu über unsere Facebook-Seite. 
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­ In Wehrheim in Hessen, wo wir eine Gruppe von Rehkitzrettern unterstützen, wurde in der letzten Woche ein Kitz bei der Mahd getötet - das obwohl der Landmaschinenfahrer darauf aufmerksam gemacht wurde, dass während seiner Mäharbeiten ein Reh aus der Wiese gesprungen ist und ihm vergeblich angeboten wurde, unverzüglich mit den Rehkitzrettern zu helfen. Auch in diesem Fall hat Wildtierschutz Deutschland Anzeige erstattet. 
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­ Wir bleiben für Sie am Ball, informieren und setzen uns für die Abschaffung der Hobbyjagd ein. Wenn Sie Fördermitglied werden oder uns mit einer Spende unterstützen, setzen wir die je nachdem wie Sie entscheiden für weitere Öffentlichkeitsarbeit oder für unsere Wildtierpflegestellen ein.

Herzliche Grüße ... und genießen Sie die ersten Sommertage!

Ihr Lovis Kauertz
Wildtierschutz Deutschland e.V.

P.S. Der Verein ist gemeinnützig und hat keine Personalkosten. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. 
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