aus Newsletter vom 21.09.21 "Marita Dresen" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

 

Kein weiteres Dorf mehr für Kohle: Lässt die CDU uns einziehen?

Liebe Unterzeichner*innen der Petition "Kein weiteres Dorf mehr für Kohle",

unsere Dörfer und Häuser sollen für einen Braunkohle-Tagebau enteignet und zerstört werden. Viele Menschen verlieren ihr Zuhause. Deshalb haben wir uns am vergangenen Freitag aus dem Rheinland auf den Weg nach Berlin gemacht, um der CDU-Parteizentrale einen Besuch abzustatten – mit Umzugskartons, einem Plakat zu unserer Petition, Topfpflanzen und Möbeln. Wir wollten symbolisch bei der CDU einziehen und auf unsere
drohenden Zwangsumsiedlungen für klimaschädliche Braunkohle aufmerksam machen.

Obwohl wir uns vorher angemeldet hatten, hielt niemand von der CDU es für nötig, mit uns zu reden. Wir sprachen mit einem zufällig passierenden Referenten der Partei, der uns zwar Verständnis aussprach, uns im Wesentlichen aber vertröstete. Anscheinend sind unsere Grundrechte und der Kampf gegen die Klimakrise für die Partei nicht wichtig. Und noch diesen Herbst plant der Kohlekonzern RWE Lützerath abzureißen, eines unserer Nachbardörfer – mit dem Segen der Landesregierung von Armin Laschet. Wieder einmal sollen hier vor unserer Haustür Tatsachen geschaffen werden.

Wir brauchen deshalb erneut eure Unterstützung! Bitte verbreitet unsere Petition und erzählt euren Freund*innen, Verwandten, Kolleg*innen, Mitschüler*innen und Bekannten von der Situation in den Dörfern am Tagebau Garzweiler. Wir wollen die Petition bald übergeben und möchten  bis dahin noch deutlich über 100.000 Unterschriften kommen!

https://weact.campact.de/petitions/kein-weiteres-dorf-mehr-fur-kohle-fur-klimagerechtigkeit-hier-und-uberall

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Lützerath ist mehr als ein Dorf. Wenn Lützerath stehen bleibt, steht der Tagebau Garzweiler still. Wenn Lützerath fällt, kann RWE kilometerweit ins Land baggern und hunderte Millionen Tonnen Braunkohle aus der Erde holen. Wenn das passiert, ist die 1,5 Grad-Grenze nicht mehr haltbar (das hat das DIW berechnet: https://www.alle-doerfer-bleiben.de/wp-content/uploads/2021/08/diwkompakt_2021-169.pdf). Deshalb müssen wir mehr tun, als nur wählen zu gehen. Mit der Unterzeichnung der Petition habt ihr schon gezeigt, dass ihr auch die Einhaltung der 1,5°-Grenze fordert. Bitte helft uns, die Petition so stark wie möglich zu machen! Und fühlt Euch herzlich nach Lützerath eingeladen!

Eure Marita Dresen

P.S.: Im Herbst haben wir viel vor. Alle diese Termine finden im akut bedrohten Lützerath statt. Seid dabei! Mehr Informationen findet ihr auf www.alle-doerfer-bleiben.de.

    • 29.9. – 6.10. Aktionswoche „Alle Bäume bleiben“
    • ab 1.10. Beginn der Rodungssaison, wir fürchten Rodungen und Abrisse im Dorf
    • 1.10. Aktion „Platz nehmen!“
    • 10.10.: Dorfspaziergang
    • ab 1.11.: RWE will sich in Lützerath Hof und Land von Eckardt Heukamp aneignen und das Dorf vollständig zerstören
    • ab 1.11. „Unräumbar“-Festival