Ist das nicht widerlich!!!!

Gesendet: Sonntag, 16. November 2014 um 15:03 Uhr  

widerlich
Von: "www.wildtierschutz-deutschland.de"
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Betreff: Wildtierschutz Deutschland e.V. - www.wildtierschutz-deutschland.de

wildtierschutz

Tod nach nur fünf Tagen in der Freiheit

Posted: 16 Nov 2014 05:11 AM PST

Liebevoll hat Frank Demke den ganzen Sommer über die Fuchswaisen Jacky und Julchen in seiner kleinen Wildtierstation in Mecklenburg-Vorpommern aufgepäppelt und auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Eigentlich wollte er sie noch bis zum Frühjahr bei sich halten – allerdings nahm der Freiheitsdrang der beiden in den letzten Wochen derart stark zu, so dass er seinen Plan ändern musste.

Frank hat sich viele Gedanken um einen geeigneten Auswilderungsort gemacht, entschieden hat er sich dann letztlich für einen befriedeten Wald. Dabei handelt es sich um ein kleines Waldstück, in dem nicht gejagt werden darf. Vor wenigen Tagen hat er Jacky und Jule dort in die Freiheit entlassen und brachte ihnen seitdem jeden Tag ein wenig Futter. Er wurde am Auswilderungsort von seinen Füchsen quiekend begrüßt, anfassen lassen sie sich jedoch nicht mehr.

Nachdem Frank in der Nähe des Auswilderungsortes Hinweisschilder auf eine bevorstehende Treibjagd entdeckt hatte, hat er den ganzen Tag in das befriedete Waldgebiet gestellt um seine Füchse zu beschützen. Aber jedes Daumendrücken und Hoffen waren vergeblich. Die Füchslis sind alle tot.

Noch am Morgen der Treibjagd war Frank Demke an der Auswilderungsstelle zum Füttern und Sichern des Waldstückes. Er hatte Sichtkontakt zum kleinen Jacky und konnte noch einige Fotos machen. Gierig verschlang er sein Frühstück und legte den Überschuss in Depots an. Julchen war in der Nähe zeigte sich aber nicht. Ebenso war von einer Treibjagt zunächst nichts zu merken.

Eine gute Freundin war mit raus gekommen um zu helfen.  Sie gingen in einem großen Bogen um das Waldstück um die kleinen Füchse nicht zu verschrecken. Plötzlich krachten in unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse. Die Treiber kamen mit freilaufenden Hunden, die auch durch das "befriedete" Stück stöberten. Alles ging sehr schnell. Bange Stunden des Wartens und Hoffens vergingen bis wir die traurige Gewissheit hatten. Mit zerrissenem Körper und weggeschossenen Beinen lagen sie dicht bei einander. Frank hat sie sofort erkannt. Zweifellos.

Nach nur 5 Tagen in Freiheit wurde ihr junges Leben durch die Jagd ausgelöscht. Unendliche Trauer aber auch Wut kommen auf, wenn man über diesen sinnlosen Tod nachdenkt. „Wir haben alles für die Kleinen getan und doch hat es am Ende nicht gereicht. Wir werden nicht aufhören gegen dieses Töten zu kämpfen.“

https://www.youtube.com/watch?v=qbgXwFKlai4


 

Das Video dazu

julchen

Albanien für 2 Jahre jagdfrei

Im Febraur 2014 hat Albanien für 2 Jahre einen totalen Jagdbann über das gesamte Land beschlossen. EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung. Ausschlaggebend für den längst überfälligen Schritt war der massive Rückgang von Wildtieren in Albanien. Das Jagdmoratorium ist wegweisend, denn tatsächlich befinden sich die Wildtierbestände Albaniens auf einem katastrophal niedrigen Niveau. EuroNatur hatte die Regierung des Landes mehrfach öffentlich aufgefordert, die maßlose Jagd zu unterbinden und hat gemeinsam mit der albanischen Naturschutzorganisation PPNEA und weiteren Partner maßgeblich dazu beigetragen, die nötigen Datengrundlagen für die aktuelle Entscheidung zu schaffen. Diese belegen vor allem den jagdbedingten Verlust von Beutetieren des Balkanluchses, aber auch eine erhebliche Dezimierung der Zugvogelbestände. Unter anderem werden die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende rastender und durchziehender Vögel. Jetzt ist entscheidend, dass der Jagdbann auch in die Praxis umgesetzt wird.

(aus Euronatur" 1/2014)

Griechenland verbietet die Jagd

Griechische JagdgegnerInnen und NaturschützerInnen haben allen Grund zur Freude: Anfang Dezember 2013 verbot der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland per einstweiliger Verfügung im gesamten Land die Jagd auf jede Art von Wild. Damit wird eine Regelung des Umweltministeriums vom Sommer 2013 aufgehoben. Vorgesehen war darin eine Ausdehnung der Jagdsaison. Vorausgegangen war eine Klage der /Ökologischen Vereinigung der Tierfreunde Griechenlands/, welche die ausgedehnte Jagdsaison verhindern wollten und eine entsprechende Beschwerde einreichten, da sie im Beschluss des Umweltministeriums zahlreiche Verletzungen der griechischen Verfassung sowie europäischer und internationaler Gesetze und Verträge sahen. Als Begründung wurde angegeben, dass die Jagd die Fortpflanzungsmöglichkeit aller Arten der Wildfauna ebenso gefährde wie Zugvögel, die sich auf ihrer Wanderung befinden. Eine spezielle Bezugnahme in der Klage erfolgte auf die landesweiten Brände in den vergangenen Jahren, wodurch der natürliche Lebensraum vieler wilder Tierarten stark eingeschränt wurde. Bisher herrschte nur in Schneeregionen der Wälder um Karditsa (Mittelgriechenland) sowie in Waldbrandregionen auf der Insel Rhodes und im Taygetos-Gebirge auf der Peloponnes ein generelles Jagdverbot.

(aus "Tierbefreiung" März 2014)

Zwangsbejagung verstößt gegen die Menschenrechte

Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
Jäger dürfen nicht auf Privatgrundstücken gegen den Willen der Eigentümer jagen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat heute das Urteil im Fall “Herrmann gegen die Bundesrepublik Deutschland” verkündet. In seinem Urteil der Großen Kammer (Beschwerdenummer 9300/07), das rechtskräftig ist, stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte heute mit einer Mehrheit der Stimmen eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) fest.

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http://www.pro-iure-animalis.de