Griechenland verbietet die Jagd

Griechische JagdgegnerInnen und NaturschützerInnen haben allen Grund zur Freude: Anfang Dezember 2013 verbot der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Griechenland per einstweiliger Verfügung im gesamten Land die Jagd auf jede Art von Wild. Damit wird eine Regelung des Umweltministeriums vom Sommer 2013 aufgehoben. Vorgesehen war darin eine Ausdehnung der Jagdsaison. Vorausgegangen war eine Klage der /Ökologischen Vereinigung der Tierfreunde Griechenlands/, welche die ausgedehnte Jagdsaison verhindern wollten und eine entsprechende Beschwerde einreichten, da sie im Beschluss des Umweltministeriums zahlreiche Verletzungen der griechischen Verfassung sowie europäischer und internationaler Gesetze und Verträge sahen. Als Begründung wurde angegeben, dass die Jagd die Fortpflanzungsmöglichkeit aller Arten der Wildfauna ebenso gefährde wie Zugvögel, die sich auf ihrer Wanderung befinden. Eine spezielle Bezugnahme in der Klage erfolgte auf die landesweiten Brände in den vergangenen Jahren, wodurch der natürliche Lebensraum vieler wilder Tierarten stark eingeschränt wurde. Bisher herrschte nur in Schneeregionen der Wälder um Karditsa (Mittelgriechenland) sowie in Waldbrandregionen auf der Insel Rhodes und im Taygetos-Gebirge auf der Peloponnes ein generelles Jagdverbot.

(aus "Tierbefreiung" März 2014)