aus Newsletter von 05.06.24 von Ruhr24

NRW-Minister warnen vor gefährlichem
Wetterphänomen – und kündigen Hilfe an

Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch tödlich. Das Land NRW will seine Bürger künftig besser vor Hitzetagen schützen – mit einigen Maßnahmen.

Düsseldorf – An heißen Tagen sterben in NRW mehr Menschen. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) berechnet. Durch den Klimawandel wird sich dieser Trend verstärken, befürchten auch Politiker. Sie wollen jetzt mehr Geld in Aufklärung und Prävention stecken.

Im Jahr 2022 soll es in NRW allein 900 hitzebedingte Todesfälle gegeben haben. In den besonders heißen Dürrejahren 2018 (1900 Tote) und 2019 (1800 Tote) waren es gar doppelt so viele. Das geht aus Schätzungen des LANUV hervor.

Die Experten haben dazu berechnet, wie viele Todesfälle sich auf hohe Temperaturen zurückführen lassen. Denn Hitze wird bislang nicht als Todesursache angegeben. Vielmehr führe „eine Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod“, heißt es im Klimaatlas des Landes. Meisten seien  Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Hier alle Wetter-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Wetter-Phänomen in NRW: Hitzetage werden „immer mehr zur Belastung“

Dieser Trend ist auch der Politik nicht entgangen. „Die Klimakrise wird immer mehr zur Belastung für Mensch, Umwelt und unsere Infrastruktur. Tage mit Temperaturen von mehr als 30, manchmal sogar 40 Grad, und Nächte mit mehr als 20 Grad werden in Zukunft häufiger auftreten“, erklärt Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) in einer aktuellen Pressemitteilung von Montag (3. Juni)

Besonders für Kinder und Senioren seien hohe Temperaturen oft belastend und sogar gefährlich, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): „Häufig werden diese Risiken noch unterschätzt. Es ist daher unerlässlich, zu lernen, die Risiken richtig einzuschätzen und dass wir uns bestmöglich auf Hitze und Hitzewellen vorbereiten.“

Hitze in NRW wird zur Gefahr: Land kündigt neue Maßnahmen zum Hitzeschutz an

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am Mittwoch (5. Juni) kündigen das NRW-Gesundheitsministerium sowie das Ministerium für Umwelt deshalb neue Hitzeschutzmaßnahmen für die Bevölkerung an. Dazu gehören neben Präventionsmaßnahmen wie dem digitalen Klimaatlas vor allem Aufklärungskampagnen.