aus Newsletter vom 17.02.26 von Campact <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.;

Petition: Alkoholwerbung verbieten

gut gelaunte Menschen prosten sich zu – für Werbung gibt die Alkohollobby jährlich Hunderte Millionen aus.[1] Ob auf Plakatwänden oder im Fernsehen, niemand kommt daran vorbei. Wie gefährlich die Verharmlosung der Droge ist, weiß Carolin Schürmann aus eigener Erfahrung: Ihre Mutter starb an den Folgen einer Alkoholerkrankung.

Die Regierung will Jugendliche zwar künftig besser vor Alkohol schützen.[2] Doch das ist nicht genug. Carolin fordert mit einer Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact: Verbietet Alkoholwerbung! Nächste Woche findet in Berlin die Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien statt. Dort will Carolin dem Drogenbeauftragen der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), die Unterschriften überreichen. Sorge dafür, dass auch Dein Name dabei ist.

Unterzeichne jetzt gegen Alkoholwerbung


Gestartet von: Carolin Schürmann

An: Nina Warken (CDU, Bundesministerin für Gesundheit), Katherina Reiche (CDU, Bundesministerin für Wirtschaft), Hendrik Streeck (CDU, Drogenbeauftragter der Bundesregierung)

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Fast 150.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen von Nikotin- und Alkoholkonsum. So auch meine Mutter. 

Über 200 Erkrankungen werden durch Alkoholkonsum mitverursacht, darunter auch eine der tödlichsten: Krebs. Bereits geringe Mengen reichen aus, um das Krankheitsrisiko zu erhöhen. Die Schäden des Konsums kosten Deutschland jährlich 57 Milliarden Euro. Im Vergleich zu anderen Staaten tut Deutschland besonders wenig gegen den übermäßigen Alkoholkonsum.

SPD und Union diskutieren bereits über strengere Regeln in der Alkoholpolitik.

Wir fordern: Folgen Sie dem Appell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Fachverbände – setzen Sie ein vollständiges Werbeverbot für Alkohol um!

Werbebotschaften haben auch auf Kinder und Jugendliche messbar Einfluss. Ein Werbeverbot wäre effektiv und kostengünstig. Viele Expert*innen raten dazu.

Ich bin selbst Kind einer alkoholkranken Mutter. Über 40 Jahre lang habe ich unter der Verharmlosung von Alkohol als Genussmittel und Kulturgut gelitten – unter der Stigmatisierung von Alkoholerkrankten und Selbststigmatisierung von Angehörigen als verhaltensschwache und ausgegrenzte Menschen.

Weil Alkohol als unbedenkliches Alltagsgetränk normalisiert wird, war es mir lange nicht möglich, die gesundheitlichen Risiken von Alkohol für mich persönlich zu verstehen und die Erkrankung meiner Mutter angemessen als Angehörige zu begreifen. 

Niemand kann persönlich etwas dafür, wenn wir durch Alkoholkonsum unsere Familien, Gesundheit und Leben zerstören und verlieren. 

Wer aber klare Mitschuld trägt: die Alkohol-Lobby. Wissenschaftliche Analysen zeigen: Ihren Hauptumsatz macht die Alkoholindustrie mit riskantem und suchtbedingtem Konsum. Trotzdem investiert sie jährlich Hunderte Millionen in Werbung und lobbyiert intensiv, um die negativen Folgen von Alkoholkonsum herunterzuspielen, ‚Selbstverantwortung‘ zu propagieren und Regulierungsmaßnahmen anzuzweifeln. Erst im April 2025 hat der Sektverband ein Büro direkt am Brandenburger Tor eröffnet. 

NEIN: Ich will Alkohol nicht verbieten. Sondern ich möchte, dass es verboten wird, aus kommerziellen Interessen heraus Menschen zu manipulieren, bis sie voller Selbstverachtung an den Folgen ihres ‚verantwortungslosen Konsums‘ unbemerkt von uns gehen. So wie meine Mama Gerti.

Die schwarz-rote Koalition zeigte sich in den letzten Monaten offen für einige Regulierungsmaßnahmen, insbesondere um den Konsum von Jugendlichen zu reduzieren. Wenn CDU/CSU und SPD es ernst meinen mit dem Jugendschutz, dann wäre ein Werbeverbot nur konsequent.“

Unterzeichne jetzt gegen Alkoholwerbung

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact, aber wird durch WeAct-Campaigner*innen unterstützt. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Dich mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen. 

Vielen Dank und herzliche Grüße
Dein Campact-Team