aus Newsletter vom 23.04.26 von "foodwatch | Luise Molling" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.;

Foodwatch: Petition für eine Zuckersteuer

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©shutterstock, EUS-Nachrichten / iStock, OcusFocus [Montage: foodwatch]

Die Zuckersteuer ist näher denn je: Ausgerechnet mächtige CDU-Politiker:innen fordern sie. Jetzt ist SPD-Finanzminister Lars Klingbeil dran - macht er einen Gesetzesvorschlag? Doch die Zuckerlobby manipuliert und versucht die Abgabe zu verhindern. Fordern Sie vom Minister: Setzen Sie sich durch!

Zuckersteuer jetzt - hier klicken & unterschreiben!

„So nah waren wir der Zuckersteuer noch nie!“ Das hat mir gestern am Telefon ein Kollege gesagt. Zusammen kämpfen wir seit Jahren für eine Zuckerabgabe für Hersteller von Fanta und Co. Zuletzt haben sich fast 4000 Ärzt:innen unseren Forderungen angeschlossen.

Der Grund für die Hoffnung: Das Thema liegt jetzt offiziell auf dem Tisch von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil. Denn die Regierung muss die Krankenkassenbeiträge stabilisieren – und hat sich dafür Vorschläge von Expert:innen machen lassen. Dabei: die Zuckersteuer. Klingbeil könnte daraus einen Gesetzesvorschlag für seine Kolleg:innen im Kabinett machen.

Und dort hätte er einflussreiche Fürsprecherinnen – ausgerechnet aus der CDU: Gesundheitsministerin Warken und Familienministerin Prien sind dafür. [1] Und die eigene SPD-Fraktion? Hat sich auch schon dafür ausgesprochen. [2]

Dann ist die Sache doch eigentlich klar? Leider nicht, denn die Zuckerindustrie will weiter überall unbegrenzt Zucker reinkippen, ohne dafür zu zahlen – und versucht die Abgabe mit allen Mitteln zu sabotieren:

Mit einer ganzseitigen Anzeige in der Bild-Zeitung versucht sie Verbraucher:innen zu täuschen, ein offener Brief soll die Bundesländer beeinflussen. Wir sind sicher: Auch hinter den Kulissen sprechen Coca Cola & Co. energisch beim Finanzminister vor.

Deshalb braucht es jetzt jede Stimme, damit Cola, Pepsi und Co. dem Gesundheitssystem nicht weiter uneingeschränkt schaden können. Der Finanzminister muss merken: Ärzt:innen, CDU-Ministerinnen und Verbraucher:innen – eigentlich sind außer der Limo-Lobby alle dafür. Und deshalb den Schluss ziehen: Ich stelle mich auch hinter die Zuckersteuer.

Deshalb bitte ich Sie – unterschreiben Sie unsere Petition an Finanzminister Lars Klingbeil: Zuckersteuer jetzt!

Klicken & unterschreiben Sie gegen die Limo-Lobby!

Andere Länder zeigen: Die Abgabe funktioniert und führt zu weniger Zucker in Softdrinks – davon profitieren vor allem Kinder und ärmere Menschen.

Beispiel Großbritannien: Dort packen Konzerne meist einfach weniger Zucker in ihre Getränke – und vermeiden so die Abgabe. [3] Für Verbraucher:innen heißt das: weniger Zucker im Glas, ohne teurere Getränke.

Davon profitieren vor allem Kinder. Jungs trinken hierzulande in der Pubertät im Schnitt einen halben Liter Limo und Co. am Tag. [4] Weniger Zucker in ihrem Lieblingsgetränk bedeutet: Weniger Übergewicht, weniger Diabetes – das sind lebenslange positive Folgen.

Wie stark der Effekt sein kann, zeigt eine britische Studie: Allein bei Sechstklässlerinnen verhindert die Abgabe rund 5.000 Fälle von Adipositas pro Jahr. [5] Und das sind nur Folgen für die Gesundheit

Auch finanziell lohnt sich das Ganze: Für Deutschland haben Forschende von TU München und Oxford durchgerechnet: Eine Zuckersteuer könnte hunderttausende Krankheitsfälle verhindern – und bis zu 16 Milliarden Euro an gesamtgesellschaftlichen Kosten einsparen. [6] Einfach, weil weniger Menschen krank werden.

Klingbeil kann das alles jetzt auf den Weg bringen. Aber dafür muss er spüren: Verbraucher:innen stehen hinter der Zuckersteuer. Bitte unterschreiben Sie jetzt!

Ich unterschreibe für eine Zuckersteuer!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen

Luise Molling

Kampagnen & Recherchen