aus Newsletter vom 28.04.26 von  "Appell unterzeichnen" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.;

damit Herrchen + Frauchen gesund bleiben

Petition:: CDU streicht Krebsvorsorge

uns bleibt nur noch ein Tag. Morgen will die Bundesregierung den Plan von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) beschließen, künftig bei der kostenlosen Hautkrebs-Vorsorge zu sparen. Doch in der SPD rumort es.

Mehr als 490.000 Menschen haben unseren Appell unterzeichnet und fordern SPD-Finanzminister Lars Klingbeil auf, das zu verhindern. Am Mittwoch wollen wir unseren Protest vors Kanzleramt tragen. Mach mit, damit wir bis dahin die 500.000 schaffen.

Unterzeichne jetzt für Hautkrebs-Vorsorge für alle

Meine Mail aus der letzten Woche habe ich Dir hier noch einmal angehängt.

Herzliche Grüße
Annika Liebert, Campaignerin

Hallo,

Hautkrebs-Vorsorge? Brauchst Du nicht, findet CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken. Um das Gesundheitssystem zu sanieren, plant sie Einschnitte für Versicherte. Auf der Sparliste: die kostenlose Vorsorgeuntersuchung für Millionen Menschen.[1] Dabei haben sich die Hautkrebsfälle in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt.[2] Wird die Erkrankung früh erkannt, ist sie meist gut heilbar – und die Behandlung deutlich schonender, sagt die Deutsche Krebshilfe.[3,4,5] 

Während Warken bei uns Patient*innen spart, fasst sie die Profite der Pharmaindustrie kaum an.[6] Dabei treiben die Konzerne die Kosten im Gesundheitssystem in die Höhe – etwa durch horrende Preise für neue Medikamente.[7,8] Die Ministerin könnte sie hier zur Verantwortung ziehen, doch sie verzichtet auf die Pharma-Milliarden.

Um ihren Plan durchzusetzen, braucht Warken die Zustimmung der SPD. Doch das wird schwierig. In der Partei regt sich Widerstand, auch von prominenter Seite: „Bei der Bekämpfung von Krebs ist die Früherkennung entscheidend“, sagt Manuela Schwesig. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern hat selbst eine Krebserkrankung überstanden.[9] 

Schon nächste Woche will die Regierung über das Sparpaket entscheiden. Jetzt liegt es an SPD-Chef Lars Klingbeil: Er kann darauf drängen, dass Warken unsere Gesundheit schützt. Wenn Hunderttausende Menschen unseren Appell unterzeichnen, tragen wir den Protest am Mittwoch vors Kanzleramt, wo das Kabinett tagt. So stärken wir Klingbeil in der entscheidenden Sitzung den Rücken. Christa, uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Mach mit – damit die kostenlose Hautkrebs-Vorsorge bleibt. 

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Nina Warken ist nicht zu beneiden. Die Ministerin muss Milliarden einsparen. Ihr Kürzungskatalog trifft vor allem gesetzlich Versicherte hart: Wir sollen bei Medikamenten noch mehr zuzahlen und Abstriche beim Krankengeld machen.[10] Besonders schwer wiegt das für chronisch Kranke, Ältere und Menschen mit geringem Einkommen.

Dabei gibt es eine Alternative: Warken könnte die Preise für Medikamente stärker regulieren. Arzneimittel treiben die Kosten im Gesundheitssystem massiv in die Höhe.[7,8] Pharmafirmen dürfen für neue, patentgeschützte Medikamente astronomische Preise verlangen, Krankenkassen können erst Monate später nachverhandeln. Die Folge: Kein EU-Land gibt so viel für Medikamente aus wie Deutschland.[11] Die Pharmalobby sperrt sich gegen faire Preisregeln – und die Ministerin unterstützt sie dabei.[11] 

In der SPD rumort es deswegen. Viele Abgeordnete kritisieren, dass Warkens Pläne vor allem die Versicherten belasten.[12] Mit Hunderttausenden Unterschriften wollen wir dafür sorgen, dass sich die Partei in der Koalition gegen die Ministerin durchsetzt. Statt bei den Patient*innen zu kürzen, muss Warken die Pharmaindustrie in die Pflicht nehmen. Bis zur entscheidenden Kabinettssitzung bleiben nur wenige Tage. Engagiere Dich mit Deiner Unterschrift.

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Herzliche Grüße
Annika Liebert, Campaignerin

PS: Alle gesetzlich Versicherten ab 35 können sich kostenlos auf Hautkrebs untersuchen lassen. Doch nur etwa 30 Prozent nutzen dieses Angebot.[13] Expert*innen empfehlen: Statt die Vorsorge zu streichen, sollten wir sie ausweiten – mit gezielten Einladungen und besserer Qualitätskontrolle.[14] Unterstütze unseren Appell, damit die Vorsorge erhalten bleibt.

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[1] „Aus für Gratis-Screening? Video enthüllt Warkens radikale Pläne“, Frankfurter Rundschau Online, 22. April 2026
[2] „Zahl der Hautkrebsfälle hat sich fast verdoppelt“, Tagesschau Online, 13. Mai 2025
[3] „Hautkrebs-Früherkennung (Hautkrebsscreening)“, Website der Deutschen Krebshilfe, eingesehen am 22. April 2026
[4] „Hautkrebsscreening auf dem Prüfstand der FinanzKommission: Verbände widersprechen – Statt Einsparung droht Kostenanstieg für Diagnostik und Therapie bei Hautkrebs“, Website der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 14. April 2026
[5] „Hautkrebsscreening und medizinische Behandlungsintensität bei malignem Melanom und nichtmelanozytärem Hautkrebs – Eine Studie bei AOK-Versicherten innerhalb eines Jahres nach Diagnose 2014/2015“, Schuldt, K., Trocchi, P., Stang, A. et al., Deutsches Ärzteblatt, 120(3), 20. Januar 2023
[6] „Spargesetz: Ärzte, Krankenhäuser, Versicherte sollen zahlen – Pharma wird geschont“, Deutsches Ärzteblatt Online, 16. April 2026
[7] „Erneuter Rekordwert bei den GKV-Arzneimittelkosten“, Website der AOK, 14. März 2025
[8] „Arzneimittel-Kompass 2025: GKV-Arzneimittelausgaben auf Rekordhoch – Pharmaunternehmen umgehen Preisregulierung“, Website der AOK, 9. Dezember 2025
[9] „Schwesig kritisiert Streichung von Hautkrebs-Screenings als Kassenleistung“, Spiegel Online, 19. April 2026
[10] „Warken konkretisiert Pläne für Milliarden-Einsparungen“, Tagesschau Online, 14. April 2026
[11] „Wie teure Krebsmedikamente das Gesundheitssystem sprengen könnten“, Spiegel Online, 13. April 2026
[12] „SPD fordert Nachbesserungen bei Plänen zur Gesundheitsreform“, Zeit Online, 18. April 2026
[13] „Hautkrebsfrüherkennung: Mehrheit nutzt Screening nicht“, Deutsches Ärzteblatt Online, 16. März 2026 
[14] „Aktuelle Evidenz zum Nutzen des Hautkrebs-Screenings“, Versorgungs-Report Früherkennung, eingesehen am 22. April 2026