Diabetes mellitus bei Katzen

1. Krankheitsbeschreibung

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft zu hoch ist, weil Insulin nicht ausreichend wirkt oder nicht ausreichend vorhanden ist.

„Unkompliziert“ bedeutet auf dieser Website: Es liegen keine akuten schweren Komplikationen wie eine diabetische Ketoazidose vor.

2. Vorbeugung

Das Risiko kann durch normales Körpergewicht, passende Ernährung und ausreichende Bewegung reduziert werden.

Eine sichere Vorbeugung ist nicht möglich.

3. Ursachen – Risikofaktoren

Begünstigend können unter anderem sein:

  • Übergewicht
  • Insulinresistenz
  • bestimmte Erkrankungen
  • bestimmte Medikamente
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

4. Symptome

Typische Anzeichen:

  • vermehrtes Trinken
  • häufiges Urinieren
  • gesteigerter Appetit
  • Gewichtsverlust

Später können Schwäche und eine diabetische Nervenschädigung auftreten.

Erbrechen, starke Schwäche oder Futterverweigerung sind Warnzeichen für eine mögliche schwere Stoffwechselentgleisung.

Diabetes ist nicht ansteckend.

5. Fragen an den Tierarzt

  • Ist Diabetes sicher bestätigt?
  • Sind gleichzeitig andere Erkrankungen vorhanden?
  • Welche Behandlung ist geeignet?
  • Insulin oder eine andere zugelassene Therapie?
  • Wie soll der Blutzucker kontrolliert werden?
  • Ist eine Remission möglich?
  • Welche Ernährung ist sinnvoll?

6. Diagnostik

Die Diagnose erfordert den Nachweis einer anhaltenden Überzuckerung. Die aktuelle AAHA-Leitlinie empfiehlt unter anderem Blut- und Urinuntersuchungen sowie bei geeigneten Patienten Fruktosamin beziehungsweise weitere Verfahren.

7. Therapien

Zur Behandlung stehen je nach Patient verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Dazu gehören Insulintherapie und – bei geeigneten Katzen – bestimmte SGLT2-Hemmer. Die Auswahl muss tierärztlich erfolgen.

8. Medikamente und Dauer

Bei einer Insulintherapie wird das Medikament regelmäßig verabreicht und die Wirkung überwacht.

Eine Behandlung kann langfristig notwendig sein.

Bei manchen Katzen ist eine diabetische Remission möglich.

9. Pflege zu Hause

Die Behandlung erfolgt häufig zu Hause.

Die Halter müssen lernen, Medikamente korrekt zu geben und Veränderungen bei Fressen, Trinken, Urinmenge, Gewicht und Verhalten zu beobachten.

10. Kosten

Kosten entstehen insbesondere für:

  • Erstdiagnostik
  • Medikamente
  • Blutzuckerkontrollen
  • Kontrolluntersuchungen
  • gegebenenfalls stationäre Behandlung

https://www.gesetze-im-internet.de/got_2022/

11. Prognose

Bei guter Einstellung können viele diabetische Katzen eine gute Lebensqualität erreichen.

Die AAHA-Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass Katzen mit Diabetes komfortabel leben können und bei einem Teil eine Remission erreicht werden kann.

12. Ernährung

Die Ernährung wird individuell festgelegt.

Wichtig sind eine konstante Fütterungsroutine und die Vermeidung unkontrollierter Gewichtszunahme.

13. Rechtliche Lage

Tierarzneimittel müssen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und tierärztlichen Anweisungen eingesetzt werden.
https://www.gesetze-im-internet.de/tamg/

14. Quellen

AAHA 2026:
https://www.aaha.org/resources/2026-aaha-diabetes-management-guidelines-for-cats/

TAMG:
https://www.gesetze-im-internet.de/tamg/

GOT:
https://www.gesetze-im-internet.de/got_2022/

Tierschutzgesetz:
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/