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die Bundesregierung will den Abschuss von Wölfen erleichtern. Angeblich bedrohen sie die wirtschaftliche Existenz von Nutztierhalter*innen. Deshalb sollen Wölfe ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden.[1] Doch statt Jagd braucht es besseren Schutz von Weidetieren: So gingen 2024 die Nutztierrisse trotz steigender Wolfspopulation zurück – dank Herdenschutz.[2]
Am Freitag haben die Länder im Bundesrat beraten – sie stoßen sich am Gesetzentwurf. Der Bund muss nun nachbessern, dann wird erneut abgestimmt.[3] Diese Chance nutzt Wolfsbetreuerin Katharina Weinberg vom NABU. Auf Campacts Petitionsplattform WeAct fordert sie: Herdenschutz statt Wolfsjagd. Mach mit.
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Gestartet von: Katharina Weinberg, NABU Bundesfachausschuss Große Beutegreifer
Herdenschutz statt Wolfsjagd – Stoppt die Novelle des Bundesjagdgesetzes!
An: Petition an Bundesregierung und Bundestag sowie die beratenden Ausschüsse
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Der Wolf soll laut Bundesregierung wieder gejagt werden – obwohl Herdenschutz wirkt und die Risszahlen sinken. Mit der geplanten Novelle des Bundesjagdgesetzes droht eine Wolfsjagd wie in vergangenen Jahrhunderten: Abschüsse ohne konkreten Anlass bis hin zu wolfsfreien Zonen.
Das ist gefährlich, rechtswidrig und löst kein einziges Problem. Denn weniger Wölfe bedeuten nicht weniger Risse. Abschüsse können Rudel zerstören – und Schäden sogar erhöhen. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Wirksamer Herdenschutz senkt Risse deutlich.
Die Regierung setzt auf Symbolpolitik statt Lösungen – auf Jagd statt Schutz. Das gefährdet den Artenschutz, schafft neue rechtliche Unsicherheiten und lässt Weidetierhaltende mit falschen Versprechen zurück. Die Zeit drängt, der Gesetzesentwurf liegt auf dem Tisch!Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag:
- Keine Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz – keine reguläre Jagd, keine anlasslose Bestandsreduktion.
- Herdenschutz konsequent ausbauen und vollständig finanzieren – Übernahme der Kosten für Zäune, Hunde, Arbeitsaufwand und Beratung, flächendeckend und verlässlich.
- Gezielte Entnahmen nur als eng begrenzte Ausnahme – ausschließlich bei einzelnen auffälligen Tieren, nach strenger naturschutzrechtlicher Prüfung.
- Moderner Artenschutz statt Symbolpolitik – Wolfsmanagement muss evidenzbasiert, praktikabel und EU-konform bleiben.
Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen: Für wirksamen Herdenschutz. Für den Schutz unserer Natur. Für eine Politik, die Probleme löst, statt neue zu schaffen.
Stoppen wir diese Fehlentscheidung jetzt. Herdenschutz statt Abschuss. Keine reguläre Wolfsjagd in Deutschland.
Unterschreibe jetzt: Stoppe die Pläne der Regierung, stoppe die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht.
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„Die Bundesregierung will den Wolf so schnell wie möglich in das Bundesjagdgesetz aufnehmen und damit eine Bejagung ermöglichen. Die Jagdzeit im Sommer zielt vor allem auf die Welpen. Was als Schutz für Weidetiere verkauft wird, ist in Wahrheit eine gefährliche Fehlentscheidung: Künftig sollen Wölfe regulär bejagt werden – teils sogar dann, wenn sich ihre Population in einem ungünstigen Erhaltungszustand befindet.
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Diese Gesetzesnovelle löst nicht die Herausforderungen im Nebeneinander von Menschen, Weidetieren und Wölfen. Sie verschärft bestehende Konflikte, gefährdet den Artenschutz und bricht europäisches Naturschutzrecht.
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Warum die geplante Wolfsjagd in die falsche Richtung führt:
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1. Jagd schützt keine Weidetiere Wissenschaft und Praxis zeigen eindeutig: Weniger Wölfe bedeuten nicht automatisch weniger Nutztierrisse. Auch einzelne Tiere können große Schäden verursachen, wenn Herden ungeschützt sind. Abschüsse zerstören zudem Rudelstrukturen – mit der Folge, dass das Rissgeschehen sogar zunehmen kann.
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2. Herdenschutz wirkt – und zwar messbar 2024 gingen die Wolfsrisse bundesweit um rund 25 Prozent zurück – obwohl es mehr Wölfe gab als zuvor. Der entscheidende Faktor war nicht Jagd, sondern besserer und häufiger eingesetzter Herdenschutz: Elektrozäune, Herdenschutzhunde und fachliche Beratung. Wo empfohlener Schutz fehlt, passieren die meisten Risse.
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3. Der Wolf bleibt eine geschützte Art Auch nach einer Absenkung des Schutzstatus ist der Wolf weiterhin durch EU-Recht geschützt. Der sogenannte günstige Erhaltungszustand muss laut Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie erreicht und gewahrt werden – auch lokal. Der Gesetzesentwurf garantiert dies nicht ausreichend und schafft massive rechtliche Unsicherheiten – insbesondere für die ausübenden Jäger*innen. Eine Bejagung zusätzlich zu den anderen Mortalitätsursachen wie Straßenverkehr und illegalem Abschuss könnte den Bestand auf lange Sicht sogar akut gefährden.
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4. Die Novelle ist unnötig Schon heute erlaubt das Naturschutzrecht gezielte Abschüsse einzelner auffälliger Wölfe, etwa bei Überwindung wirksamen Herdenschutzes oder bei gefährlichem Verhalten gegenüber Menschen. Eine zusätzliche Jagdfreigabe ist nicht erforderlich.
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5. Gesellschaftlich problematisch Die geplante Novelle spaltet die Gesellschaft und weckt falsche Erwartungen bei Weidetierhaltenden, statt tragfähige Lösungen zu liefern.
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6. Jagd auf Wölfe hat keinen vernünftigen Grund Laut Tierschutzgesetz muss die Tötung eines Tieres einen ‚vernünftigen Grund‘ haben. Die allgemeine Bejagung von Wölfen – vor allem der Welpen – wird den Herdenschutz nicht erleichtern und ist somit nicht sinnvoll. Zudem wächst der Wolfsbestand auch ohne Jagd nicht unkontrolliert, sondern stagnierte 2025 sogar erstmals – auch hier ist keine Bejagung notwendig. Jagd ist kein Selbstzweck und kein Automatismus, sobald eine Art nicht mehr akut gefährdet ist.
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Der Wolf ist Teil unserer heimischen Natur. Sein Schutz ist ein Erfolg – kein Problem. Weidetierhaltung und Wolf lassen sich vereinbaren, wenn Politik Verantwortung übernimmt und wirksame Lösungen wie Herdenschutz unterstützt.
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Stoppen Sie die Wolfsjagd in Deutschland jetzt. Stärken Sie den Herdenschutz. Bewahren Sie den Rechtsstaat und den Artenschutz.
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Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen: Für wirksamen Herdenschutz. Für den Schutz unserer Natur. Für eine Politik, die Probleme löst, statt neue zu schaffen.
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Unterschreibe jetzt: Stoppe die Pläne der Regierung, stoppe die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht.“
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Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact, aber wird durch WeAct-Campaigner*innen unterstützt. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Dich mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen.
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Vielen Dank und herzliche Grüße Dein Campact-Team
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