Zecken – kleine Parasiten mit gesundheitlichen Risiken

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die Menschen und Tiere befallen können. Sie leben nicht nur im Wald, sondern können auch in Gärten, Parks, Wiesen und an Wegrändern vorkommen.

Ein Zeckenstich ist häufig zunächst harmlos. Zecken können jedoch Krankheitserreger übertragen. Deshalb sollten Menschen und Haustiere nach Aufenthalten in der Natur regelmäßig auf Zecken kontrolliert werden.

Wo findet man Zecken?

Zecken sitzen häufig in Gräsern, Büschen und niedrigem Bewuchs. Sie lassen sich nicht einfach aus großer Höhe auf Menschen oder Tiere fallen, sondern gelangen meist durch direkten Kontakt mit der Vegetation auf ihren Wirt.

Nach einem Spaziergang sollten deshalb insbesondere Beine, Bauch, Achselhöhlen, Leistenbereich und andere gut geschützte Körperstellen kontrolliert werden. Bei Tieren sollten zusätzlich beispielsweise Ohren, Kopf, Hals und der Bereich zwischen den Zehen untersucht werden.

Zecke schnell entfernen

Wird eine festgesaugte Zecke entdeckt, sollte sie möglichst bald entfernt werden. Dafür eignet sich beispielsweise eine geeignete Zeckenpinzette oder Zeckenkarte.

Die Zecke sollte möglichst hautnah gefasst und langsam und kontrolliert herausgezogen werden. Dabei sollte der Körper der Zecke möglichst nicht gequetscht werden.

Hausmittel wie Öl, Alkohol, Klebstoff oder andere Flüssigkeiten sollten nicht auf die Zecke gegeben werden. Sie können dazu führen, dass die Zecke zusätzlich gereizt wird.

Was tun, wenn Teile der Zecke zurückbleiben?

Nach der Entfernung sollte die betreffende Hautstelle kontrolliert werden. Bleiben kleine Teile des Stechapparates zurück, werden diese häufig vom Körper selbst abgestoßen. Bei stärkeren Entzündungszeichen oder Unsicherheit sollte ärztlicher beziehungsweise tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Nach einem Zeckenstich beobachten

Nach einem Zeckenstich sollte die betroffene Stelle einige Zeit beobachtet werden. Eine leichte Rötung unmittelbar nach dem Stich kann vorkommen.

Wenn sich die Rötung deutlich vergrößert, ringförmig ausbreitet oder weitere Beschwerden auftreten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch Fieber, ungewöhnliche Müdigkeit, Schmerzen oder andere auffällige Symptome sollten nach einem Zeckenstich ernst genommen werden.

Zeckenschutz bei Hunden und Katzen

Für Hunde und Katzen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Zeckenbefall zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Spot-on-Präparate, Halsbänder oder andere vom Tierarzt empfohlene Mittel.

Welches Präparat geeignet ist, hängt unter anderem von Tierart, Alter, Gewicht und Gesundheitszustand ab. Medikamente für Hunde dürfen nicht ohne Weiteres bei Katzen angewendet werden. Bestimmte Wirkstoffe können für Katzen gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein.

Bei der Auswahl eines Zeckenschutzes sollte deshalb die Tierarztpraxis oder eine fachkundige tiermedizinische Beratung einbezogen werden.

Zecken nach dem Spaziergang kontrollieren

Auch bei verwendetem Zeckenschutz ist eine Kontrolle sinnvoll. Kein Schutzmittel verhindert unter allen Umständen jeden Kontakt mit einer Zecke.

Nach Spaziergängen sollten Hunde und Katzen deshalb möglichst gründlich abgesucht werden. Gefundene Zecken sollten zeitnah entfernt werden.

Zecken und der eigene Garten

Auch im eigenen Garten können Zecken vorkommen. Ein gepflegter, gut zugänglicher Garten kann das Risiko reduzieren, vollständig ausschließen lässt es sich jedoch nicht.

Besonders an Übergängen zwischen dichtem Bewuchs und Rasen sowie an Stellen, an denen Wildtiere unterwegs sind, können Zecken vorkommen.

Schutz für Menschen

Bei Aufenthalten in Gebieten mit vielen Zecken können lange Kleidung und geschlossene Schuhe den direkten Kontakt mit der Haut reduzieren. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper abgesucht und die Kleidung kontrolliert werden.

Auch Kinder sollten nach dem Spielen im Freien auf Zecken untersucht werden.

Zecken nicht unterschätzen

Eine Zecke sollte möglichst schnell und sachgerecht entfernt werden. Gleichzeitig besteht kein Grund zur Panik: Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Erkrankung.

Regelmäßige Kontrolle, schnelle Entfernung und ein geeigneter Schutz für Haustiere helfen dabei, das Risiko durch Zecken zu verringern.

Wichtig: Bei gesundheitlichen Beschwerden nach einem Zeckenstich oder bei Fragen zur Behandlung und Vorbeugung sollte ärztlicher beziehungsweise tierärztlicher Rat eingeholt werden.