Abszesse
1. Krankheitsbeschreibung – offizieller Name
Ein Abszess ist eine örtlich begrenzte Ansammlung von Eiter im Gewebe. Bei Katzen entsteht er häufig nach einer kleinen Verletzung, insbesondere nach einem Biss.
Die Hautöffnung kann sich schnell wieder schließen, während sich darunter eine bakterielle Infektion entwickelt.
2. Vorbeugung
- Biss- und Kampfverletzungen möglichst vermeiden.
- Freilaufende Katzen regelmäßig auf kleine Wunden kontrollieren.
- Verletzungen frühzeitig tierärztlich untersuchen lassen.
- Impfstatus, insbesondere gegen Tollwut, aktuell halten.
3. Ursachen – Risikofaktoren – betroffene Katzen
Häufig gelangen Bakterien durch Bisse, Kratzer oder Fremdkörper in das Gewebe.
Besonders gefährdet sind Katzen mit Freigang und Tiere, die häufig mit anderen Katzen kämpfen.
4. Symptome
Typisch sind:
- schmerzhafte Schwellung
- Wärme und Rötung
- Berührungsempfindlichkeit
- Fieber
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
Platzt ein Abszess auf, kann eitriges oder übelriechendes Sekret austreten.
Die Erkrankung ist normalerweise nicht von Katze zu Katze übertragbar. Die zugrunde liegende Bissverletzung kann allerdings durch Kontakt mit einer anderen Katze entstanden sein.
5. Fragen an den Tierarzt
- Muss der Abszess geöffnet und gespült werden?
- Befindet sich noch Eiter unter der Haut?
- Ist eine Drainage erforderlich?
- Sind Antibiotika notwendig?
- Besteht eine tiefere Verletzung?
- Muss die Katze auf weitere Verletzungen untersucht werden?
6. Diagnostik
Meist reicht die klinische Untersuchung. Bei tiefen oder ungewöhnlichen Abszessen können Punktion, Abstrich, bakteriologische Untersuchung oder Bildgebung notwendig sein.
7. Behandlung
Je nach Befund wird der Abszess geöffnet, entleert und gespült. Bei größeren oder tiefen Infektionen können Antibiotika und Schmerzmittel notwendig sein.
8. Medikamente und Therapiedauer
Die Medikamente und Dauer richten sich nach Größe, Ursache und Ausbreitung der Infektion.
Antibiotika sollten nicht eigenständig aus früheren Behandlungen verwendet werden.
9. Pflege zu Hause / Klinik / OP
Kleinere unkomplizierte Abszesse können nach tierärztlicher Versorgung zu Hause weiterbehandelt werden.
Bei tiefen Abszessen, starkem Allgemeinbefall oder wiederkehrenden Infektionen kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein.
10. Kosten
Die Kosten hängen von Untersuchung, Sedierung/Narkose, Öffnung, Spülung, Labor, Medikamenten und Nachkontrollen ab.
Abrechnung nach GOT:
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11. Prognose
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose meistens gut.
Unbehandelte Infektionen können sich in tieferes Gewebe ausbreiten und zu schweren Allgemeinerkrankungen führen.
12. Ernährung
Eine besondere Diät ist normalerweise nicht erforderlich. Wichtig sind ausreichendes Trinken und eine vollwertige Katzennahrung.
13. Rechtliche Lage
Erkrankungen und Verletzungen müssen entsprechend dem Tierschutzgesetz angemessen versorgt werden.
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14. Quellen
- Merck Veterinary Manual:
https://www.merckvetmanual.com/ - Tierschutzgesetz:
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/ - GOT:
https://www.gesetze-im-internet.de/got_2022/
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Ohrmilben – Otodectes cynotis
1. Krankheitsbeschreibung
Ohrmilben sind kleine Parasiten, die vor allem den äußeren Gehörgang befallen.
Der wichtigste Erreger ist Otodectes cynotis.
2. Vorbeugung
Kontakt zu befallenen Tieren sollte bis zur Behandlung vermieden werden.
Bei mehreren Katzen müssen gegebenenfalls alle Tiere kontrolliert und behandelt werden.
3. Ursachen – Risikofaktoren
Ohrmilben werden hauptsächlich durch engen Kontakt übertragen.
Besonders häufig treten sie bei Katzen mit Kontakt zu vielen anderen Tieren auf.
4. Symptome
- starkes Kratzen am Ohr
- Kopfschütteln
- dunkles Ohrsekret
- geröteter Gehörgang
- Schmerzen
Bei Gleichgewichtsstörungen oder Kopfschiefhaltung muss die Katze schnell untersucht werden.
Ohrmilben können auf andere Tiere übertragen werden.
5. Fragen an den Tierarzt
- Sind tatsächlich Ohrmilben vorhanden?
- Ist das Trommelfell intakt?
- Liegt zusätzlich eine bakterielle Infektion vor?
- Müssen alle Tiere im Haushalt behandelt werden?
6. Diagnostik
Die Diagnose erfolgt meist durch Untersuchung des Ohrsekrets und mikroskopischen Nachweis.
7. Therapie
Geeignete antiparasitäre Medikamente werden entsprechend dem Befund eingesetzt.
8. Medikamente und Dauer
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem verwendeten Präparat.
9. Pflege
Ohren nur entsprechend tierärztlicher Anleitung reinigen.
Keine Wattestäbchen tief in den Gehörgang einführen.
10. Kosten
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11. Prognose
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose normalerweise gut.
12. Ernährung
Keine spezielle Ernährung erforderlich.
13. Rechtliche Lage
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14. Quellen
Merck Veterinary Manual:
https://www.merckvetmanual.com/cat-owners/skin-disorders-of-cats/mite-infestation-mange-acariasis-scabies-of-cats
ESCCAP:
https://www.esccap.org/guidelines/gl3/
TAMG:
https://www.gesetze-im-internet.de/tamg/
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Akuter Durchfall – akute Diarrhö
1. Krankheitsbeschreibung
Akute Diarrhö bezeichnet plötzlich auftretenden, ungewöhnlich weichen oder flüssigen Kot.
Durchfall ist ein Symptom und keine einzelne Krankheit. Die Ursachen reichen von einer vorübergehenden Verdauungsstörung bis zu Infektionen oder Organerkrankungen.
2. Vorbeugung
- Futterwechsel langsam durchführen.
- Kein verdorbenes oder ungeeignetes Futter geben.
- Giftstoffe und Medikamente sicher aufbewahren.
- Parasitenkontrolle entsprechend dem individuellen Risiko.
- Katzentoiletten sauber halten.
3. Ursachen – Risikofaktoren
Mögliche Ursachen:
- Futterumstellung
- ungeeignetes oder verdorbenes Futter
- Parasiten
- Infektionen
- Medikamente
- Fremdkörper
- Erkrankungen von Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse oder anderen Organen
4. Symptome
- weicher oder flüssiger Kot
- häufiger Kotabsatz
- Schleim
- eventuell Blut
- Bauchbeschwerden
- verminderter Appetit
Erbrechen, starke Schwäche, Blut im Kot, Austrocknung oder starke Bauchschmerzen sind Warnzeichen.
Je nach Ursache können infektiöse Erkrankungen oder Parasiten auch für Menschen relevant sein. Deshalb ist gute Hygiene wichtig.
5. Fragen an den Tierarzt
- Wie lange besteht der Durchfall?
- Welche Ursachen kommen infrage?
- Ist eine Kotuntersuchung notwendig?
- Muss Blut untersucht werden?
- Ist eine Flüssigkeitstherapie erforderlich?
- Welche Nahrung ist geeignet?
6. Diagnostik
Bei mildem, kurzfristigem Durchfall kann zunächst eine klinische Untersuchung ausreichen.
Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden können Kot-, Blut- und gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen notwendig werden.
7. Behandlung
Behandelt wird möglichst die Ursache.
Je nach Befund kommen Flüssigkeitstherapie, spezielle Ernährung, Medikamente gegen Parasiten oder andere gezielte Maßnahmen infrage.
Antibiotika sind nicht automatisch erforderlich.
8. Medikamente und Dauer
Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose.
Keine eigenständige Gabe von Antibiotika oder Durchfallmitteln für Menschen.
9. Pflege zu Hause
Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein.
Katzen sollten nicht ohne tierärztliche Empfehlung länger fasten. Bei Jungtieren, Senioren oder Vorerkrankungen sollte schneller tierärztlich abgeklärt werden.
10. Kosten
Die Kosten reichen von einer einfachen Untersuchung bis zu umfangreicher Diagnostik oder stationärer Behandlung.
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11. Prognose
Bei vorübergehenden Ursachen ist die Prognose häufig gut.
Anhaltender oder schwerer Durchfall kann dagegen zu Austrocknung und Elektrolytstörungen führen.
12. Ernährung
Nach tierärztlicher Empfehlung kann vorübergehend leicht verdauliches oder therapeutisches Futter eingesetzt werden.
Eine selbst zusammengestellte längerfristige „Schonkost“ sollte keine vollwertige Katzennahrung ersetzen.
13. Rechtliche Lage
Eine erkrankte Katze muss angemessen versorgt werden.
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14. Quellen
Merck Veterinary Manual:
https://www.merckvetmanual.com/cat-owners/digestive-disorders-of-cats/introduction-to-digestive-disorders-of-cats
ESCCAP:
https://www.esccap.de/
Tierschutzgesetz:
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/
GOT:
https://www.gesetze-im-internet.de/got_2022/
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Wurmbefall bei Katzen
1. Krankheitsbeschreibung
Zu den wichtigen Darmparasiten der Katze gehören Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer.
Nicht jede infizierte Katze zeigt Beschwerden.
2. Vorbeugung
- Katzentoiletten regelmäßig reinigen
- Kot hygienisch entsorgen
- Hände nach Kontakt mit Katzenkot waschen
- Beutetiere möglichst nicht fressen lassen
- Parasitenrisiko individuell beurteilen
3. Ursachen – Risikofaktoren
Die Übertragung hängt von der Parasitenart ab.
Mögliche Infektionsquellen sind:
- Parasitenstadien in der Umwelt
- Beutetiere
- Flöhe
- Aufnahme infizierter Nahrung
- Übertragung von der Mutter auf Jungtiere
4. Symptome
Mögliche Anzeichen:
- Durchfall
- Erbrechen
- Gewichtsverlust
- schlechtes Wachstum
- aufgeblähter Bauch bei Jungtieren
- Blutarmut bei bestimmten Wurmarten
Einige Parasiten können Menschen infizieren.
5. Fragen an den Tierarzt
- Welcher Parasit liegt vor?
- Ist eine Kotuntersuchung sinnvoll?
- Wie hoch ist das individuelle Risiko?
- Welche Behandlung ist geeignet?
- Wie häufig muss kontrolliert oder behandelt werden?
6. Diagnostik
Je nach Wurmart kommen Kotuntersuchungen oder andere diagnostische Verfahren infrage.
7. Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem gegen den nachgewiesenen beziehungsweise vermuteten Parasiten geeigneten Antiparasitikum.
8. Dauer
Die Wiederholung richtet sich nach Parasit, Medikament und Infektionsrisiko.
9. Pflege
Hygiene ist besonders wichtig, um eine erneute Infektion zu reduzieren.
10. Kosten
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11. Prognose
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose meistens gut.
Schwere Infektionen können insbesondere bei Jungtieren oder geschwächten Katzen problematisch werden.
12. Ernährung
Eine normale ausgewogene Katzennahrung genügt normalerweise.
Rohfleisch und Beutetiere können je nach Situation das Parasitenrisiko erhöhen.
13. Rechtliche Lage
Tierarzneimittel müssen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben eingesetzt werden.
https://www.gesetze-im-internet.de/tamg/
14. Quellen
ESCCAP Deutschland – Helminthen-Leitlinie:
https://www.esccap.de/empfehlung/helminthen-2/
ESCCAP Deutschland – Haustiere richtig entwurmen:
https://www.esccap.de/ihr-haustier-richtig-entwurmen/
Merck Veterinary Manual:
https://www.merckvetmanual.com/cat-owners/digestive-disorders-of-cats/gastrointestinal-parasites-of-cats
Tierschutzgesetz:
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/
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Bindehautentzündung – Konjunktivitis
1. Krankheitsbeschreibung
Eine Konjunktivitis ist eine Entzündung der Bindehaut des Auges.
Sie kann durch Infektionen, Fremdkörper, Reizstoffe oder andere Augenerkrankungen entstehen.
2. Vorbeugung
- Impfungen entsprechend tierärztlicher Empfehlung
- gute Hygiene bei mehreren Katzen
- Reizstoffe wie Rauch vermeiden
- Augenveränderungen frühzeitig untersuchen lassen
3. Ursachen – Risikofaktoren
Mögliche Ursachen sind:
- feline Herpesviren
- bakterielle Infektionen
- Fremdkörper
- Reizstoffe
- Allergien
- andere Erkrankungen des Auges
Junge Katzen und Tiere aus größeren Gruppen können häufiger betroffen sein.
4. Symptome
- gerötete Bindehaut
- geschwollene Augenlider
- Tränenfluss
- schleimiger oder eitriger Ausfluss
- Zukneifen des Auges
- Lichtempfindlichkeit
Starke Schmerzen, eine getrübte Hornhaut oder ein plötzlich geschlossenes Auge müssen sofort untersucht werden.
Einige infektiöse Ursachen können auf andere Katzen übertragen werden. Eine allgemeine „Ansteckung“ gilt jedoch nicht für jede Konjunktivitis.
5. Fragen an den Tierarzt
- Ist die Hornhaut betroffen?
- Ist ein Fremdkörper vorhanden?
- Handelt es sich wahrscheinlich um eine Infektion?
- Ist ein Herpesvirus möglich?
- Welche Augentropfen sind geeignet?
- Wie lange muss behandelt werden?
6. Diagnostik
Je nach Befund erfolgen Augenuntersuchung, Fluoreszein-Test, Tränenproduktionstest und gegebenenfalls Abstriche oder weitere Untersuchungen.
7. Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Möglich sind beispielsweise antivirale oder antibiotische Medikamente sowie unterstützende Behandlung.
Antibiotische Augentropfen sind nicht bei jeder Bindehautentzündung sinnvoll.
8. Medikamente und Dauer
Die Medikamente und Behandlungsdauer werden vom Tierarzt festgelegt.
Augentropfen anderer Tiere oder alte Medikamente sollten nicht ohne Untersuchung verwendet werden.
9. Pflege zu Hause
Das Auge kann nach tierärztlicher Anweisung vorsichtig sauber gehalten werden.
Bei starken Beschwerden oder Hornhautverletzungen kann eine Behandlung in der Klinik erforderlich sein.
10. Kosten
Die Kosten hängen vom Umfang der Augenuntersuchung und den benötigten Medikamenten ab.
https://www.gesetze-im-internet.de/got_2022/
11. Prognose
Die Prognose ist bei unkomplizierter Konjunktivitis häufig gut.
Hornhautverletzungen oder chronische virale Erkrankungen können dagegen längere Behandlungen erfordern.
12. Ernährung
Eine besondere Diät ist normalerweise nicht erforderlich.
13. Rechtliche Lage
Eine Erkrankung muss angemessen behandelt werden.
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__2.html
14. Quellen
Merck Veterinary Manual:
https://www.merckvetmanual.com/cat-owners/eye-disorders-of-cats/disorders-of-the-conjunctiva-in-cats
Tierschutzgesetz:
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/
GOT:
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