Wasserbewohner
Meere, Flüsse, Seen und Teiche sind Lebensräume für eine große Vielfalt von Tieren. Dazu gehören Fische, Schildkröten, Wale und viele weitere Arten.
Auch Wassertiere sind auf geeignete Lebensbedingungen, ausreichend Nahrung und sauberes Wasser angewiesen. Veränderungen ihrer Lebensräume, Verschmutzung, Überfischung und andere menschliche Einflüsse können Tiere und ihre Lebensräume beeinträchtigen.
Wasserbewohner als Heimtiere
Einige Wasser- und Sumpftiere werden als Heimtiere gehalten. Vor einer Anschaffung sollte sorgfältig geprüft werden, ob die besonderen Ansprüche der jeweiligen Art dauerhaft erfüllt werden können.
Insbesondere bei Schildkröten und exotischen Arten werden Größe, Lebensdauer und Anforderungen an Haltung und Technik häufig unterschätzt. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass viele Reptilien im Privathaushalt nur schwer artgerecht gehalten werden können.
Wildtiere, die der Natur entnommen wurden, sind für die private Haltung grundsätzlich nicht geeignet. Beim Kauf sollte deshalb auf eine legale Herkunft und – soweit erforderlich – auf die entsprechenden Nachweise geachtet werden.
Schutz der Wasserbewohner
Der Schutz von Wasserbewohnern beginnt mit dem Schutz ihrer Lebensräume. Plastik und andere Abfälle gehören nicht in Gewässer. Auch eine verantwortungsvolle Nutzung von Fischbeständen und der Schutz von Meeren und Gewässern sind wichtige Bestandteile des Naturschutzes.
Auf unseren Unterseiten finden Sie weitere Informationen zu Schildkröten, Fischen und Walen.
Weitere Informationen
Deutscher Tierschutzbund:
https://www.tierschutzbund.de/
NABU – Meeresschutz:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/
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Fische
Fische sind empfindungsfähige Lebewesen mit artspezifischen Ansprüchen an Wasserqualität, Temperatur, Platz, Ernährung und Sozialverhalten. Auch bei der Haltung von Aquarienfischen muss deshalb auf eine möglichst tiergerechte Umgebung geachtet werden.
Aquarienfische
Ein Aquarium ist kein einfacher Ersatz für den natürlichen Lebensraum. Vor der Anschaffung müssen die Ansprüche der jeweiligen Fischarten bekannt sein.
Wichtig sind unter anderem ausreichend Platz, passende Wasserwerte, geeignete Temperaturen, Rückzugsmöglichkeiten und eine auf die Tiere abgestimmte Ernährung. Nicht jede Fischart eignet sich für die gemeinsame Haltung mit anderen Arten.
Ein Aquarium sollte außerdem zunächst fachgerecht eingerichtet und eingefahren werden, bevor Tiere eingesetzt werden.
Herkunft und Verantwortung
Bei der Auswahl von Fischen sollte auf eine nachvollziehbare und möglichst verantwortungsvolle Herkunft geachtet werden. Wildfänge können für einzelne Arten und Populationen problematisch sein. Der Deutsche Tierschutzbund weist außerdem allgemein darauf hin, dass der Fang von Wildtieren für die private Haltung den Artenschutz beeinträchtigen kann.
Fische sind empfindungsfähige Tiere
Fische können Schmerzen, Stress und Angst wahrnehmen. Der Deutsche Tierschutzbund verweist auf den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Empfindungsfähigkeit von Fischen.
Auch beim Angeln, Transport und bei der Tötung müssen deshalb tierschutzrechtliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden.
Fische und Gewässer schützen
Neben der Haltung spielt der Schutz natürlicher Gewässer eine wichtige Rolle. Verschmutzung, Lebensraumverlust und bestimmte Formen der Fischerei können Wasserbewohner und ihre Lebensräume beeinträchtigen.
Der Deutsche Tierschutzbund weist unter anderem auf Belastungen durch Aquakulturen und auf die Auswirkungen bestimmter Fangmethoden hin.
Weitere Informationen
Deutscher Tierschutzbund – Aquarienfische:
https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns/material/
Deutscher Tierschutzbund – Fische schützen:
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/tiere-in-sport-und-unterhaltung/angeln/
Die Anforderungen an die Haltung unterscheiden sich je nach Fischart erheblich. Vor einer Anschaffung sollten die Bedürfnisse der jeweiligen Art genau geprüft werden.
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Schildkröten
Schildkröten gehören zu den Reptilien. Je nach Art unterscheiden sich ihre Lebensweise und ihre Anforderungen an Haltung, Ernährung, Temperatur, Licht und Platz erheblich.
Keine unkomplizierten Heimtiere
Schildkröten werden häufig als kleine Jungtiere gekauft. Dabei wird leicht unterschätzt, wie groß manche Arten werden und wie lange sie leben können. Die Griechische Landschildkröte kann beispielsweise bis zu 80 Jahre alt werden. Eine Anschaffung bedeutet deshalb eine langfristige Verantwortung.
Auch die Haltung muss den Bedürfnissen der jeweiligen Art entsprechen. Bei der Griechischen Landschildkröte reicht beispielsweise eine reine Terrarienhaltung nicht aus; sie benötigt eine geeignete sonnige Freilandanlage.
Wasserschildkröten
Auch Wasserschildkröten benötigen wesentlich mehr als ein kleines Aquarium. Je nach Art werden ausreichend große Wasser- und Landbereiche, geeignete Temperaturen, Beleuchtung, Rückzugsmöglichkeiten und eine gute Wasserqualität benötigt.
Die Anschaffung sollte deshalb erst erfolgen, wenn die Anforderungen der konkreten Art genau bekannt sind und dauerhaft erfüllt werden können.
Keine Schildkröten aus der Natur entnehmen
Wildlebende Schildkröten dürfen nicht einfach der Natur entnommen und als Heimtiere gehalten werden. Bei geschützten Arten können außerdem besondere artenschutzrechtliche Vorschriften und Nachweispflichten gelten.
Auch ausgesetzte Wasserschildkröten können zu einem Problem für heimische Gewässer werden. Deshalb dürfen nicht mehr gehaltene Schildkröten keinesfalls einfach in einem Teich, See oder Fluss ausgesetzt werden.
Vor der Anschaffung
- Art und endgültige Größe des Tieres kennen
- Lebensdauer und langfristige Verantwortung berücksichtigen
- Haltungsanforderungen genau prüfen
- ausreichend Platz und geeignete technische Ausstattung einplanen
- Herkunft und erforderliche Dokumente überprüfen
- eine fachkundige tierärztliche Versorgung sicherstellen
Weitere Informationen
Deutscher Tierschutzbund – Reptilien:
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/haustiere/reptilien/
Deutscher Tierschutzbund – Steckbrief Griechische Landschildkröte:
https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns/material/steckbrief-griechische-landschildkroete/
Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Schildkrötenarten. Vor einer Anschaffung sollte deshalb immer die konkrete Art betrachtet werden.
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Wale
Wale gehören zu den Säugetieren und verbringen ihr gesamtes Leben im Wasser. Zu den Walen zählen unter anderem große Bartenwale wie der Blauwal sowie zahlreiche Zahnwalarten.
Wale und ihr Lebensraum
Wale benötigen große, zusammenhängende Meeresgebiete. Sie kommunizieren über Laute, suchen Nahrung über weite Entfernungen und legen teilweise sehr große Wanderstrecken zurück.
Der Schutz der Meere ist deshalb auch für den Schutz der Wale von großer Bedeutung.
Gefahren für Wale
Wale können durch verschiedene menschliche Einflüsse gefährdet werden. Dazu gehören unter anderem die Verschmutzung der Meere, Unterwasserlärm, der Verlust von Lebensräumen und Kollisionen mit Schiffen.
Eine weitere Gefahr ist der Beifang in der Fischerei. Dabei können neben Fischen auch Meeressäugetiere und andere geschützte Meerestiere in Fanggeräte geraten. Der Deutsche Tierschutzbund weist auf den Beifang unter anderem von Walen und Meeresschildkröten hin.
Was kann jeder tun?
- Plastik und Abfälle nicht in die Umwelt gelangen lassen
- Abfälle an Gewässern und Stränden mitnehmen und richtig entsorgen
- beim Einkauf auf einen möglichst nachhaltigen Umgang mit Fisch und Meeresprodukten achten
- Meeresschutzprojekte und seriöse Organisationen unterstützen
- bei Walbeobachtungen ausreichend Abstand zu den Tieren halten und die örtlichen Regeln beachten
Wale schützen heißt Meere schützen
Der Schutz der Wale lässt sich nicht von der Gesundheit der Meere trennen. Saubere Gewässer und intakte marine Lebensräume sind für zahlreiche Tierarten von Bedeutung.
Weitere Informationen
NABU – Meeresschutz:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/
Deutscher Tierschutzbund – Fische schützen und Fischerei:
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/tiere-in-sport-und-unterhaltung/angeln/
Wale sind Wildtiere und gehören in ihren natürlichen Lebensraum. Ihr Schutz setzt vor allem den Erhalt und die Schonung ihrer marinen Lebensräume voraus.
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