Tierschutzverein Erkrath
  • TIERVERMITTLUNG
  • NEWS
  • PROTESTE - PETITIONEN - HINWEISE
  • Medien
  • KATZEN-INFOS
  • TIER-INFOS
  • TIERSCHUTZ
  • GESUNDHEIT
  • BÜCHER
  • KATZENKRANKHEITEN
  • EINZEL- UND ZWEITKATZEN
  • KATZENPAARE
  • KATZEN AUS BERGHEIM
  • KATZENKINDER
  • HANDICAP-KATZEN
  • PATENSCHAFT
  • PFLEGESTELLEN
  • NOTFÄLLE
  • HUNDE

Tiervermittlung / Einzel- Zweitkatzen

  • EINZEL- und ZWEITKATZEN
  • Einzel-Wohnungskater Carlo
  • Einzelkätzin Maria
  • Gunnar - Einzelkater
  • Pixie - Kätzin
  • Sunshine - Wohnungseinzelkatze
  1. Aktuelle Seite:  
  2. Startseite
  3. Tier-Infos
  4. Info-Tauben

Tauben

Stadttauben gehören zum Stadtbild vieler Gemeinden. Sie können jedoch zu Problemen führen, wenn sehr viele Tiere an einem Ort leben oder geeignete Brutplätze fehlen.

Wichtig für Erkrath

Der Tierschutzverein Erkrath e.V. verfügt nicht über eine eigene Aufnahmemöglichkeit für Tauben oder andere Wildvögel.

Wenn Sie eine verletzte oder offensichtlich hilfsbedürftige Taube finden, sollten Sie zunächst fachkundige Hilfe kontaktieren.

Taube gefunden

Beobachten Sie das Tier zunächst. Bei einer offensichtlichen Verletzung sollte die Taube vorsichtig gesichert und möglichst schnell einer geeigneten Tierarztpraxis oder Wildvogelhilfe vorgestellt werden.

Für den Transport eignet sich ein sicherer Karton mit ausreichenden Luftlöchern. Das Tier sollte nicht unnötig angefasst oder gefüttert werden.

Stadttauben

Für die Betreuung von Stadttauben gibt es verschiedene tierschutzgerechte Konzepte. Der Deutsche Tierschutzbund informiert unter anderem über betreute Taubenschläge und Maßnahmen zur Bestandsregulierung.

Deutscher Tierschutzbund – Stadttauben:
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/wildtiere/stadttauben/

Aktuelle Informationen zum Taubenschutz:
https://www.tierschutzbund.de/kampagnen/taubenschutzkampagne/

Bei konkreten Fundtieren wenden Sie sich bitte an die zuständige örtliche Stelle oder eine geeignete Wildvogelhilfe.

Details
Zugriffe: 104

Der Tierschutzverein Erkrath e.V. hat leider keine Möglichkeiten, sich um Wildvögel- und Taubenfälle zu kümmern.

Es vergeht kein Tag, an dem dem Tierschutzverein Erkrath e.V. kein Vogel oder eine Taube gemeldet wird. 

Der Tierschutzverein Erkrath e.V. hat KEINE Aufnahmemöglichkeit für Wildvögel oder Tauben. Außerdem steht der Verein nicht für Taxidienste zur Verfügung.

Wenn Sie also einen Vogel- oder Taubenfall zu melden haben, dann wenden Sie sich bitte während der Öffnungszeiten an das

  • Ordnungsamt der Stadt Erkrath (02 11) 2407-3202 oder -3203 oder 3207;
    außerhalb der Öffnungszeiten an die 
  • Feuerwehr in Erkrath (02 11) 20 30 30

Achtung, Sie landen in einer Zentrale in Mettmann, hier ist Durchsetzungsvermögen nötig. Lassen Sie sich immer die Namen Ihres Gesprächspartners geben).

Die Stadt Erkrath hat mit dem Tierheim in Hilden einen Vertrag geschlossen, nach dem die Stadt Erkrath dem Tierheim Hilden nicht unerheblich Geld dafür bezahlt, damit das Tierheim Fundtiere aufnimmt. Da die Telefonerreichbarkeit im Tierheim Hilden sehr eingeschränkt ist, raten wir dazu, einfach hinzufahren. Tagsüber ist dort immer jemand, um die Tierheimtiere zu versorgen. 

Kranke und verletzte Vögel sollten vorsichtig in einem Karton mit Löchern zur nächsten Tierarztpraxis (eventuell Tierklinik) getragen werden.

Seriöse Tierärzte behandeln Vögel kostenlos. 

Tauben  1

Details
Zugriffe: 3498

Stadttauben

Stadttauben sind eine häufige Erscheinung in vielen deutschen Städten. Es handelt sich dabei um verwilderte Tauben, die in städtischen Gebieten leben. In der Regel handelt es sich um Haustauben, die entweder entflogen sind oder bewusst freigelassen wurden.

Tauben  1

Stadttauben sind Nachkommen entflogener Haustauben, für deren Wohlbefinden der Mensch die Verantwortung trägt. Leider sind viele Menschen diesen anpassungsfähigen und intelligenten Vogel gegenüber eher negativ eingestellt. Durch große Stadttaubenschwärmen in den Innenstädten fühlen sich viele Menschen belästigt oder befürchten die Übertragung von Krankheiten. Dabei ist letzteres unbegründet: Die gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch andere Zier- und Wildvögel oder Haustiere.

Menschen versuchen die Tauben mit Netzen, Spikes – Spitzen auf Simsen und Dächern – oder das Aufstellen von Attrappen von Gebäuden zu vertreiben. Immer wieder werden die Vögel gezwungen, sich neue Nistplätze zu suchen.

Weiterhin wurden und werden vereinzelt Tötungsaktionen durchgeführt. So streut man zum Beispiel mit Blausäure vergiftete Körner aus oder fängt die Tauben im Morgengrauen in Netzen und bricht ihnen das Genick. Weil aber jede Stadt den Tauben reichlich – allerdings inadäquates – Futter bietet, regenerieren sich die Bestände innerhalb weniger Wochen. Die tierquälerischen Tötungen führen zu nichts und können von keinem Tierschützer toleriert werden. Wir lehnen die Tötung von Tauben strikt ab.

Tiergerechte Bestandsregulierung

Die einzige tiergerechte Lösung ist ein integriertes Konzept zum Zusammenleben von Tauben und Menschen in den Städten. Zu der wichtigsten Maßnahme bei einer tiergerechten Bestandsregulierung gehört unter anderem die Einrichtung von geeigneten Nistmöglichkeiten, die für die Tauben attraktiv sind und in denen durch einen Austausch der Gelege der Bestand der Tauben reguliert werden kann. Deshalb sollten für die Tiere Taubenhäuser/-türme errichtet werden, wie beispielsweise in Dortmund gegenüber dem Opernhaus.

Die Standortwahl ist dabei entscheidend: Die Häuser werden nur von den Tauben akzeptiert, wenn sie dort aufgestellt werden, wo sich bereits seit längerer Zeit Tauben in größerer Zahl aufhalten. Sie sollten ca. 10-20 m hoch sein, nicht in unmittelbarer Nähe von hohen Bäumen errichtet und nicht in Senken aufgestellt werden. Ein festes Taubenhaus anzufliegen, entspricht den Bedürfnissen der Tauben und entlastet zudem die Hausbesitzer, da der Taubenkot in den Taubenhäusern gesammelt werden kann.

Werden die Brutmöglichkeiten von den Tauben akzeptiert, kann dort ein Ei-Austausch erfolgen. Dazu werden frisch gelegte Eier in den Nestern gegen Plastikeier ausgetauscht.

Zur langfristigen und tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenschwärmen ist eine mehrgleisige Strategie nötig - sowohl zur beschriebenen Einrichtung von Taubenhäusern als auch der Versorgung der Tauben mit artgerechtem Futter in den Einrichtungen. Weiterhin muss die Bevölkerung Anlaufstellen haben, an die sie sich bei Fragen und Problemen wenden kann.

Tauben richtig füttern

Einzelne, in das Projekt eingebundene Personen sollten die Tauben in den Taubenhäusern mit artgerechtem Futter und – wenn nötig – an anderen festgelegten Stellen der Stadt füttern. Tauben sollten nicht unkontrolliert gefüttert werden!

Im Stadtzentrum ernähren sich die Tauben aus der Not heraus hauptsächlich von Abfällen und Essensresten sowie von vom Menschen ausgestreutem Weizen, Reis, Vogelfutter und Mais. Dieses ausgebrachte Futter reicht aber oft nicht aus, den Nährstoffbedarf der Tauben vollständig zu decken. Zudem kann das Futter durch Witterungsumstände oder sonstige Verunreinigungen schnell verderben. Das alles führt dazu, dass Stadttauben ihre Jungen oft weniger erfolgreich aufziehen als Tauben in den städtischen Randgebieten. 

Auch die Fütterung zu unregelmäßigen Zeiten ist problematisch: Häufig halten sich dann beide Taubeneltern gleichzeitig am Futterplatz auf und warten unter Umständen recht lange auf Futter. Die Jungen im Nest werden dann vernachlässigt. Gibt es Nahrung konzentriert an einer Stelle, verdrängen aggressive und große Tiere (meist Männchen), die weniger kräftigen Weibchen und Jungtiere. Diese können so oft nicht genug Futter aufnehmen. Tauben im Stadtzentrum wiegen durchschnittlich weniger und sind schlechter ernährt als die weniger vom Menschen abhängigen Tiere in der Stadtperipherie.

Menschen für Tierrechte: Stadttauben

Leider ist von der einstigen Verehrung der Taube als Symbol für Frieden, Sanftmut und Treue in der heutigen Zeit nur wenig übriggeblieben.
Tauben werden als "Ratten der Lüfte" bezeichnet und es wird ihnen ein Gesundheitsgefährdungspotential unterstellt, was real überhaupt nicht existiert; denn jedes Lebewesen kann Überträger von Krankheiten sein, Tauben nicht mehr als andere Lebewesen einschl. des Menschen.

Lt. Tierärztlicher Hochschule Hannover sind die meisten Stadttauben entflogene Haus- oder Rassetauben und ausgebliebene Brieftauben sowie deren Nachkommen. Die Behauptung, dass Taubenkot unsere Gebäude zerstören würde, ist abwegig. Verantwortlich dafür sind in erster Linie Luftschadstoffe und der daraus resultierende saure Regen. Wie alle Exkremente von Mensch und Tier ist allerdings auch der Taubenkot ein ästhetisches und hygienisches Problem. Welcher Mensch denkt darüber nach, wo seine Exkremente bleiben, wenn er ihnen Trinkwasser hinterher jagt?

Die sogenannten Taubenabwehrmassnahmen haben zwei Effekte: Verdrängung und vor allem schwere Verletzungen der Tiere. Wer für sich in Anspruch nimmt, ein Tierfreund zu sein, der achtet auch Tauben als Mitgeschöpfe; der sucht nach Lösungsmöglichkeiten und der schliesst sich Menschen an, die sich mit diesen Lösungsmöglichkeiten beschäftigen.

Bitte informieren sich bei der "Bundesarbeitsgruppe Stadttauben/Menschen für Tierrechte":

https://www.tierrechte.de/category/themen/tierrechte/stadttauben/

Tauben in Not helfen

Wenn Sie eine kranke oder verletzte Taube sehen, fragen Sie am besten bei einem Stadttauben- oder Tierschutzverein nach, wie und ob man dem Tier helfen kann. Je nach Situation kann es notwendig sein, die Taube sofort einzufangen (z. B. bei blutenden Verletzungen) oder aber der Tierschutzverein schaut sich die Situation in Ruhe vor Ort an (z. B. bei abgeschnürten Füßen).

Tauben- oder Tierschutzvereine kennen auch die Kontaktdaten der Tierärzte in Ihrer Stadt, die Tauben behandeln können und wollen. Sie können die verletzte Taube vorsichtig selbst einfangen (am besten mit einem Tuch und einem Pappkarton mit Luftlöchern) und direkt zum Tierarzt bringen. Falls Sie sich nicht trauen, die Taube einzufangen oder anzufassen, kann der Tauben-/Tierschutzverein oder manchmal auch die Feuerwehr helfen.

Generell gilt jedoch, die Situation in Ruhe zu beobachten und erst danach zu handeln. Nicht jede Taube, die sich auffällig verhält, ist krank oder braucht unsere Hilfe. Oft haben Tauben auch Nachwuchs, der ohne die Eltern hilflos zurückbleiben würde. Deshalb ist es sehr wichtig, sich den Fundort genau einzuprägen, damit die Taube später hier wieder ausgesetzt werden kann und ihren Partner und ihr Nest wiederfindet.

Machen Tauben krank?

Sie gelten zu Unrecht als "fliegende Ratten" und Krankheitsüberträger. Der kurze Film des Landestierschutzverbandes Niedersachsen e.V. erklärt in 90 Sekunden, dass das schlechte Taubenimage völlig unbegründet ist.

Details
Zugriffe: 8463

Die Straßentaube

Tauben  2

Die Straßentaube – aus Sicht des Tierschutzes

Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über die Straßentaube und die Probleme, die entstehen, wenn deren Bestände zu groß werden. Er stellt ein bewährtes Lösungsmodell vor, das in der Praxis an mehreren Orten umgesetzt worden ist. Die Probleme, die in Zusammenhang mit Straßentauben auftreten können, sind vielfältig und in jeder Stadt anders gelagert. Es gibt kein Patentrezept, die Situation muss genau abgeklärt werden, bevor Maßnahmen getroffen werden. Dazu sind Fachleute beizuziehen, die über Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen. Die

Straßentaube – ein faszinierendes Tier

Unsere mitteleuropäischen Straßentauben sind die Nachkommen verwilderter Haustauben. Alle Taubenrassen stammen von der Felsentaube ab, die heute noch an einigen Felsenküsten des Mittelmeeres lebt – wenn auch wohl nirgends mehr in reiner Form. Die Straßentaube ist eines der erfolgreichsten Wirbeltiere des städtischen Lebensraumes und hat in den letzten Jahrzehnten in den meisten größeren Städten mehr oder weniger große Populationen aufgebaut. Da die Brutzeit sehr kurz ist (ca. 18 Tage), kann ein Taubenpaar unter optimalen Bedingungen in einem Jahr bis zu zwölf Jungtiere aufziehen.

Plage oder Bereicherung?

Für viele Menschen sind Tauben sehr wichtig,denn sie ermöglichen das Beobachten von Tieren, die in Freiheit leben. Sie bringen Leben in die Städte und können so für ein besseres Tierverständnis werben. Kaum ein Tier hat aber die Meinungen der Menschen so polarisiert wie die Straßentaube. Den einen ist sie Kinderersatz und Lebensinhalt, den anderen eine lästige Plage, die es auszurotten gilt. In den letzten Jahrzehnten haben die Taubenbestände in den Städten stark zugenommen, da das Nahrungsangebot größer wurde. Einerseits finden die Tauben viele fressbare Abfälle. Andererseits erhalten die Tiere das größte Futterangebot durch «tierliebende» Menschen, die sie füttern. Das mögen die Tauben, gut tut es ihnen hingegen nicht! Denn das Taubenfutter stellt eine einseitige Ernährung dar und führt zu einem Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen. Die Fütterung der Tauben führt zudem zu einem übermäßigen Anwachsen der Populationen und verursacht verschiedene Probleme

  • Taubenkot ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze, die sogar Gestein zerstören können. • Aus Brutplätzen können Parasiten wie die Taubenzecke, Flöhe und Blutmilben auswandern und auch den Menschen befallen.

  • Die hohen Taubenpopulationen geraten bei der Suche nach Nistplätzen in Not, denn die Zahl von geeigneten Brutplätzen nahm in den letzten Jahrzehnten stetig ab. Viele geeignete Gebäude wurden saniert oder abgerissen. So entstand ein großer Druck auf die wenigen geeigneten Nistplätze, was zu einer Überbesetzung dieser Orte führte. Die Folgen sind Erhöhung von Stress, Krankheiten und Parasiten. In erster Linie sind dabei die hilflosen Nestlinge betroffen.

  • Nicht unterschätzt werden dürfen Schäden und Belästigungen: Verunreinigungen von Gebäuden und Denkmälern durch Taubenkot; Schäden an Grünanlagen, durch artuntypisches Fressen der Knospen und Blätter. Das letztere Phänomen ist auf eine Mangelerscheinung bei den Tauben zurückzuführen. Der Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen entsteht durch das ungeeignete Futter der Tauben fütternden Menschen

  • In zu großen Populationen von Straßentauben leben in der Regel viele kranke Tiere. In freier Wildbahn fallen solche Tiere als erstes ihren Fressfeinden zum Opfer. Diese natürliche Selektion funktioniert in den Städten aber nicht mehr, weil die Fressfeinde (Greifvögel) eher rar sind. Deshalb leben kranke Tiere unnatürlich lange und können so Krankheiten auf andere Individuen übertragen. Die hohe Populationsdichte macht also in erster Linie den Tauben selber zu schaffen. Die oft elendiglichen Lebensbedingungen sind aus Sicht des Tierschutzes nicht tragbar und müssen im Interesse der Tauben verbessert werden.

Die hohe Populationsdichte macht also in erster Linie den Tauben selber zu schaffen. Die oft elendiglichen Lebensbedingungen sind aus Sicht des Tierschutzes nicht tragbar und müssen im Interesse der Tauben verbessert werden.

Für Tierfreunde gilt deshalb: Tauben nicht füttern!

Das Ziel muss sein, dass sich in einer Stadt eine angemessen große und gesunde Population von Tauben entwickeln und erhalten kann.

Schießen, vergiften, vertreiben?

Maßnahmen wie Schießen, Vergiften und die «Pille» für die Taube ist kein dauerhafter Erfolg beschieden. Schwärme, die z.B. bis auf 20% ihrer Größe reduziert worden waren, hatten bereits nach wenigen Wochen ihren früheren Bestand wieder erreicht oder wurden noch größer! Das Töten von Tauben hat keinen dauerhaften Einfluss auf deren Populationsgröße. Die Lücken von entfernten Individuen werden innerhalb kürzester Zeit wieder durch Jungtiere geschlossen.Taubenpopulationen können nur verkleinert werden, wenn die Nahrungsgrundlage eingeschränkt wird. Dazu bedarf es aber auch der Mithilfe der Taubenfreunde.

Abwehrmaßnahmen

Manchmal ist es unumgänglich, dass den Tauben an Gebäuden, Denkmälern usw. der Zugang verweigert wird. Es gibt mehrere Firmen, die sich bei der Abwehr von Tauben auskennen und entsprechende Produkte anbieten. Werden Abwehrmaßnahmen getroffen, ist unbedingt darauf zu achten, dass Systeme eingesetzt werden, die aus Sicht des Tierschutzes unbedenklich sind. Ungeeignete Maßnahmen können Tauben erheblich verletzen. Dazu gehören Stacheln mit spitzen Enden, Elektrosysteme mit starken Schlägen, nicht fachgerecht angebrachte Netze. Ultraschall, Magnetsysteme und geruchswirksame Substanzen sind zumindest längerfristig wirkungslos. Generell muss festgehalten werden, dass Abwehrsysteme nur der Symptombekämpfung dienen und die Tauben auf die nächsten Gebäude ausweichen. Probleme mit zu hohen Taubenbeständen müssen deshalb an der Wurzel angepackt werden.

Gemeinsam ans Ziel

Da in jeder Stadt die Rahmenbedingungen anders sind, können keine allgemein gültigen Patentrezepte für die Lösung des Straßentaubenproblems angeboten werden. Es bedarf einer sorgfältigen Analyse der Situation durch Fachleute und einer den lokalen Bedingungen angepassten Strategie. Dabei ist der Konsens zwischen Stadtbehörden, den Menschen, die Tauben füttern, und den lokalen Tierschutzorganisationen von entscheidender Bedeutung.

Ein Bewährtes Modell wäre eine Taubenaktion mit dem Tierschutzbund.

Das Ziel der Taubenaktion ist die Entwicklung einer nachhaltigen und tierschützerisch einwandfreien Methode zur Regulierung von Strassentaubenbeständen. Man wollte einen kleinen und dafür gesunden Taubenbestand. Bei diesem Modell stehen kontrollierte Taubenschläge im Mittelpunkt: Ein Taubenwart betreut den Schlag, reinigt ihn regelmäßig, kontrolliert die Tiere und tauscht, wenn nötig Eier aus.

Gleichzeitig wird die Bevölkerung aufgeklärt, dass das Füttern von Tauben den Tieren mehr schadet als nützt. Das Motto «Tierschutz ist: Tauben nicht füttern!» verstehen dann die meisten Menschen. Das unkontrollierte Füttern der Tauben kann damit stark eingeschränkt werden. Mit diesen Maßnahmen sinkt innerhalb von wenigen Jahren die Population von Straßentauben erheblich. 

Viele Städte im In- und Ausland haben inzwischen dieses Modell erfolgreich übernommen (z. B. Dortmund, ,  Karlsruhe usw.).

Weiterführende Literatur

• Daniel Haag-Wackernagel: Die Taube – Vom heiligen Vogel der Liebesgöttin zur Straßentaube, Verlag Schwabe, Basel 1998. Das Buch gibt einen Überblick über die Geschichte der Beziehungen zwischen dem Menschen und der Taube von der Kulturgeschichte bis zur Darstellung des Taubenproblems in all seinen Facetten.

Details
Zugriffe: 10886

Taube gefunden? Das sollten Sie tun!

Taube sichern z.B. durch einen Karton oder Überwerfen von Jacke/Schal

Auf offensichtliche Verletzungen untersuchen

Notfallnummer der Kölner Taubenhilfe anrufen:
0177 – 40 41 067

Eine sofortige Sicherung und Mitnahme der Tiere entscheidet meist über Leben und Tod!
 

Hinweis zur Ausgangssperre:

Auch während der Kölner Ausgangssperre von 21 – 5 Uhr sind wir für die Versorgung von hilfsbedürftigen Tauben da. Dies bezieht eine unaufschiebbare Abholung der Tiere mit ein.

Taube gefunden? Dann nicht zögern und unsere Notfallnummer 0177 40 41 067 anrufen!

Die häufigsten Fragen zur Sicherung einer Taube

Sie sind sich unsicher, ob eine Taube Hilfe benötigt oder was Sie tun müssen, wenn ein Tier blutet? Wir geben Ihnen kurz und kompakt einen Überblick über die häufigsten Fragen:

1. Wann sollte ich eine Taube mitnehmen?
2. Besispielbilder für hilfsbedürftige Tauben
3. FAQ zur Sicherung von Tauben

Wann sollte ich eine Taube mitnehmen?

  • Küken oder flugunfähige Jungtiere – immer!
  • Aufgeplusterte Tauben, die in Ecken oder Nischen ein Versteck suchen
  • Tauben, die bei Annäherung nicht wegfliegen
  • Tauben, die nicht fliegen oder gehen bzw. sich nicht auf den Beinen halten können
  • Offensichtlich verletzte Tauben, Tauben, die sich „einfach mitnehmen„ lassen
  • Wenn Ihnen Ihr Gefühl sagt, dass etwas mit dem Tier nicht stimmt

 Tauben  3

FAQ zur Sicherung von Tauben

Wie sichere ich eine Taube

Nehmen Sie eine Jacke oder einen Schal und werfen Sie diesen vorsichtig über die Taube. Sie können die Taube dann hochheben und z.B. in einen Karton mit Luftlöchern setzen. Alternativ wickeln Sie die Jacke oder den Schal so um das Tier, dass der Kopf frei bleibt und warten bis jemand die Taube abholt.

Die Taube hat eine Bisswunde

Tauben mit Bissen und Wunden benötigen Antibiotika, da sonst die Gefahr einer Blutvergiftung groß ist. Bitte suchen Sie sofort einen vogelkundigen Tierarzt auf oder rufen Sie unsere Notfallnummer an (0177 – 40 41 067). Wir nennen Ihnen den nächsten Tierarzt.

Die Taube blutet

Blutungen sollten vor Ort gestoppt werden. Da Tauben schnell verbluten könnten, sollten Sie die Blutung durch Druckausübung schnell stoppen.

Schnüre um die Füße

Schnüre, die um die Füße gewickelt sind, sind schnell eine gefährliche Falle und verursachen große Schmerzen. Wenn möglich, sollten diese Schnüre direkt abgemacht werden. Wenn keine offensichtlichen Verletzungen zu finden sind und sich die Taube normal verhält, kann diese dann auch in ihrem Schwarm bleiben.

Jungtiere übergeben sich oder haben Durchfall

Jungtiere, die sich übergeben oder massive Durchfälle haben, sollten schnellstmöglichst von einem tauben-kundigen Tierarzt untersucht werden, da ihre Abwehrkräfte noch sehr schwach sind. Bitte suchen Sie sofort einen Tierarzt auf oder rufen Sie unsere Notfallnummer an (0177 – 40 41 067). Wir nennen Ihnen den nähsten Tierärzt.

Der Tierarzt möchte die Taube einschläfern

Es gibt sehr selten einen guten Grund, eine Stadttaube einzuschläfern – für viele Tierärzte reicht bereits ein gebrochener Flügel oder gebrochene Beine aus. Diese verheilen ebenso gut wie gelblicher Belag im Rachen, der mit den richtigen Medikamenten innerhalb weniger Tage verschwindet. Auch flugunfähige Tauben oder eineinhalb beinige Tauben können in Volieren glückliche Leben führen! Tauben sind, einmal in menschlicher Obhut, robuster als mancher Tierarzt denkt.

Besteht für mich, meine Kinder oder Haustiere eine Ansteckungsgefahr?

Die meisten Stadttauben, die gefunden werden, sind entweder Küken oder Tauben mit Frakturen, Dehydration und / oder (fortgeschrittenem) Nahrungsmangel. Typische Tropenerkrankungen sind weder für Menschen noch andere Säugetiere bei einem normal hygienischen Umgang (Hände waschen nach Kotkontakt) ansteckend. Hausvögel sollten vorsichtshalber bei Krankheitsverdacht nicht im gleichen Käfig gehalten oder aus demselben Napf trinken.

So mache ich ein Handtuchnest

Durch ein Handtuchnest, welches auch mit jedem Stück Stoff/jedem Kleidungsstück gemacht werden kann, stabilisiert man die gefundene Taube. Dazu rollt man einfach den Stoff so auf, das in der Mitte ein Loch entsteht. Anschließend wird die Taube dort reingesetzt.

Tauben  4

 

 
Details
Zugriffe: 17323
  1. Tauben - Betreutes Wohnen
  2. Taubenfallen - NEIN
  • Startseite
  • UNSER VEREIN
  • HELFEN UND SPENDEN
  • Impressum
  • Datenschutz
  • HAFTUNGSAUSSCHUSS
  • SITEMAP