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„So nah waren wir der Zuckersteuer noch nie!“ Das hat mir gestern am Telefon ein Kollege gesagt. Zusammen kämpfen wir seit Jahren für eine Zuckerabgabe für Hersteller von Fanta und Co. Zuletzt haben sich fast 4000 Ärzt:innen unseren Forderungen angeschlossen.
Der Grund für die Hoffnung: Das Thema liegt jetzt offiziell auf dem Tisch von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil. Denn die Regierung muss die Krankenkassenbeiträge stabilisieren – und hat sich dafür Vorschläge von Expert:innen machen lassen. Dabei: die Zuckersteuer. Klingbeil könnte daraus einen Gesetzesvorschlag für seine Kolleg:innen im Kabinett machen.
Und dort hätte er einflussreiche Fürsprecherinnen – ausgerechnet aus der CDU: Gesundheitsministerin Warken und Familienministerin Prien sind dafür. [1] Und die eigene SPD-Fraktion? Hat sich auch schon dafür ausgesprochen. [2]
Dann ist die Sache doch eigentlich klar? Leider nicht, denn die Zuckerindustrie will weiter überall unbegrenzt Zucker reinkippen, ohne dafür zu zahlen – und versucht die Abgabe mit allen Mitteln zu sabotieren:
Mit einer ganzseitigen Anzeige in der Bild-Zeitung versucht sie Verbraucher:innen zu täuschen, ein offener Brief soll die Bundesländer beeinflussen. Wir sind sicher: Auch hinter den Kulissen sprechen Coca Cola & Co. energisch beim Finanzminister vor.
Deshalb braucht es jetzt jede Stimme, damit Cola, Pepsi und Co. dem Gesundheitssystem nicht weiter uneingeschränkt schaden können. Der Finanzminister muss merken: Ärzt:innen, CDU-Ministerinnen und Verbraucher:innen – eigentlich sind außer der Limo-Lobby alle dafür. Und deshalb den Schluss ziehen: Ich stelle mich auch hinter die Zuckersteuer.
Deshalb bitte ich Sie – unterschreiben Sie unsere Petition an Finanzminister Lars Klingbeil: Zuckersteuer jetzt!
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