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Liebe Freundinnen und Freunde von Pro Animale,
in unseren letzten beiden Newslettern haben wir Ihnen von dramatischen Geschehnissen berichtet und um Ihren Beistand zur Lebensrettung der betroffenen Tiere gebeten:
Schafherde in Not
Eine verwahrloste Schaf- und Ziegenherde war uns Ende Mai begegnet - bedürftige, überwiegend ältere Tiere, lang schon vernachlässigt, waren der Gleichgültigkeit ihres Besitzers und schließlich dem drohenden Verkauf zur illegalen Schächtung hilflos ausgeliefert. Drei Tiere waren schon aus ihrer Mitte gerissen und illegal verkauft worden - und so wäre es jedem dieser sanftmütigen Tiere nach und nach ergangen… gerissen aus dem Schutz ihrer Herde und Familie, ausgeliefert dem gewaltsamen Handanlegen des Menschen.
Vitalis Hunde unter Beschuss
Und kaum hatten wir diesen Tieren unsere Hilfe versprochen, erschütterte uns am 10. Juni eine Nachricht von Vitali: Die Hausruine und die Garage in Cherson, in denen er viele Hunde notdürftig untergebracht hatte, war am frühen Morgen von russischen Truppen beschossen worden. Wir setzten sofort alle Hebel in Bewegung, um eine schnellstmögliche Evakuierung aller Hunde aus diesen Gebäuden - deren Anzahl wir an diesem Morgen nicht kannten - möglich zu machen. Wir überzeugten die Betreiber der polnischen Quarantänestation, dass eine Überbelegung der Station unumgänglich sei, und die sofortige Evakuierung für diese Hunde die einzige noch mögliche Lebensrettung sein könnte. Wir konnten nicht mehr warten! Wir mussten diese Hunde jetzt SOFORT evakuieren angesichts des vehementen Beschusses ziviler Ziele. (Nach wie vor leben noch geschätzt 80 Hunde auf dem ehemaligen Tierheimgelände, die nun als nächsten Schritt gemeinsam mit Vitali Cherson verlassen sollen. Sie erinnern sich, liebe Freundinnen und Freunde, für diese Tierheimhunde versuchen wir ein neues Refugium aufzubauen, zwar auf ukrainischem Boden, aber außerhalb von Cherson abseits der kritisch umkämpften Zonen.) Wir haben den Tieren in dem Moment der akuten Lebensgefahr selbstverständlich unser unbedingtes Versprechen gegeben: Das Versprechen, uns im Angesicht ihrer Not nicht abzuwenden und ihnen beizustehen.
Um dieses Versprechen einhalten zu können, haben wir Sie, liebe Freundinnen und Freunde, in den vergangenen 10 Tagen wieder einmal um Hilfe gebeten - um Ihre Hilfe, die entscheidend ist! Nur gemeinsam mit Ihnen können wir diesen Tieren das Leben jetzt retten.
Und Sie wissen:
Wenn wir Sie, liebe Freundinnen und Freunde um Hilfe bitten, berichten wir Ihnen immer auch transparent über den Werdegang der Rettung und zeigen Ihnen jedes gerettete Tier mit Namen und Gesicht.
So möchten wir Sie auch heute teilhaben lassen an den Wundern der Lebensrettung, die wir mit Ihrer treuen Hilfe für diese Tiere wahrmachen konnten:
9. Juni 2026 Ankunft der Schafherde in unserem Schafhof
Die Schafherde - bestehend aus 20 weiblichen Schafen, drei männlichen Lämmern und vier weiblichen Ziegen konnten wir nach dem Einschalten des Veterinäramts in unsere Obhut übernehmen. Der ehemalige Besitzer erklärte sich bereit, die Tierhaltung vollständig aufzugeben und auch zukünftig keine Tiere mehr zu halten. Leider kamen wir für eine der Ziegen zu spät. Zu lange schon war sie fehlender Fürsorge und Hunger ausgesetzt gewesen und unser Tierarzt konnte nicht mehr für sie tun, als sie einzuschläfern. Die übrigen 26 Tiere brachten Lukasz und Bogdan in unseren Schafhof, und es bedarf nicht vieler Worte - Sehen Sie selbst die Ankunft der Sanftmütigen in unserer Obhut:
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