aus Google-News vom 25.02.26

Neuer Hoffnungsschimmer für Mettmanns Stadttauben:
Neuer Tierschutzverein „Friedensfedern Mettmann“ in Gründung

Der neue Verein befindet sich noch in der Gründung und möchte bei der Umsetzung des Konzepts zur Reduzierung der Taubenpopulation mitwirken.

Wenn es um die Tauben in der Stadt geht, die eine Vorliebe für den Jubiläumsplatz und die Stadtmitte haben, dann geht es schnell heiß her. Vielen sind die Tiere ein lästiger Dorn im Auge. Doch es gibt auch viele engagierte Menschen, die sich für das Wohl der Tauben engagieren und damit auch für ein möglichst taubenfreies Zentrum. Dafür arbeitet die Stadt zum Beispiel mit dem Verein Stadttauben Mettmann zusammen.

Wie die Stadt nun in einer Mitteilung erklärt, ist dieses Engagement gewachsen: „Der Friedensfedern Mettmann e.V., der sich in Gründung befindet, wird bei der Umsetzung des politisch beschlossenen, mehrstufigen Konzepts zur Reduzierung der Taubenpopulation in der Stadt tatkräftig mithelfen“, heißt es darin.

Der neue Verein Friedensfedern Mettmann übernimmt die Fütterung der rund 350 Tauben, die der Stadttauben-Verein erfolgreich dafür zu einer Grünfläche an der Seibelquerspange hat locken können. Die Stadttauben hatten allerdings erklärt, die Fütterung an der Stelle nicht mehr fortzuführen, sodass nun die Friedensfedern diese Aufgabe übernehmen. Die Mitglieder der Friedensfedern planen neben den Fütterungen auch Aufklärungskampagnen über Tauben, so die Stadt. Dazu soll es auch ein Projekt an Schulen geben.

In der engen Zusammenarbeit mit einem weiteren Tierschutzverein sehe die Verwaltung einen großen Gewinn, um die Taubenpopulation in der Stadt künftig zu kontrollieren und zu verkleinern. „Beide Vereine unterstützen die Verwaltung auch bei der Suche nach einem Standort zur Errichtung eines Taubenschlags und haben dafür schon einige Standorte vorschlagen. Die Verwaltung hat eine Vielzahl davon bereits auf erforderliche bauplanungs-, bauordnungs- und gefahrenabwehrrechtliche Voraussetzungen geprüft. Bislang konnte aber noch kein Standort die notwendigen, rechtlichen Bedingungen erfüllen“, erklärt die Verwaltung in der Mitteilung weiter.

Laut Angaben der Stadt seien bereit viele Mitglieder bei den Friedensfedern eingestiegen, die sich aktiv in die Fütterungs- und Verlagerungsmaßnahme der Tiere einbringen wollen. „Fürs Futter benötigt der Verein monatlich rund 400 Euro, die unter anderem durch Spenden und Werbemaßnahmen eingenommen werden sollen. Die Verwaltung unterstützt den Verein durch gesonderte Berechtigungen und logistische Mittel, wie etwa die Einlagerung des Futters“, so die Verwaltung, die weiter erklärt, dass dem Vorstand des neuen Vereins klar sei, dass die Stadt „aufgrund ihrer prekären Haushaltssituation dem Verein keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen kann.“

Der Sachstand zur Umsetzung des mehrstufigen Konzeptes zur Reduzierung der Taubenpopulation, das schon im November 2024 von der Politik beschlossen worden ist, ist übrigens ein Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Digitalisierung und Ordnung. Er tagt an diesem Dienstag, 24. Februar, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus an der Neanderstraße 85. Das Konzept beinhaltet neben der Suche nach einem Standort für ein Taubenhaus auch die zeitgleichen Taubenfütterungen, um die Tiere schon frühzeitig auf einen „Umzug“ vorzubereiten und so die Akzeptanz eines neuen Standortes zu erhöhen.