WDR in Monheim wegen Monheimer Taubenschlag
Lokalzeit Bergisches Land-WDR Lokalzeit Bergisches Land _ 10.04.2026
Das „neue Taubenhaus“ in Monheim am Rhein ist kein Zufallsprojekt, sondern eine gezielte Strategie, um ein Problem zu lösen, das viele Städte haben: zu viele Stadttauben – und gleichzeitig schlechte Lebensbedingungen für die Tiere.
Grundidee: Kontrolle statt Vertreiben
Früher hat man oft versucht, Tauben einfach zu vertreiben (Spikes, Netze usw.).
Das Problem: Das funktioniert schlecht und ist oft tierquälerisch oder wirkungslos.
Das Taubenhaus verfolgt einen anderen Ansatz:
👉 Tauben an einen festen Ort binden und dort kontrollieren
Wie das Taubenhaus funktioniert
Das Prinzip ist eigentlich simpel:
1. Tauben werden angelockt
- durch Futter und teilweise Lockvögel
- Ziel: Die Tiere ziehen freiwillig ins Taubenhaus
➡️ Wenn sie das angenommen haben, verbringen sie dort bis zu 80 % ihrer Zeit
2. Artgerechte Versorgung
- regelmäßiges Futter (Körner statt Müll)
- sauberer, geschützter Platz
➡️ Ergebnis: gesündere Tiere
3. Population wird kontrolliert
Das ist der entscheidende Punkt:
- Eier werden durch Attrappen ersetzt
- keine Küken → weniger Tauben
➡️ langfristig sanfte Reduzierung der Anzahl
Warum das „Balance“ schafft
Für Menschen:
- weniger Tauben auf Plätzen und Balkonen
- deutlich weniger Kot und Verschmutzung
- Innenstadt wird sauberer
Für Tiere:
- kein Hunger durch Müllsuche
- kein Leid durch Vertreibungsmaßnahmen
- kontrollierte, gesunde Population
👉 Deshalb spricht man von „Balance zwischen Mensch und Tier“
📍 Standort in Monheim
- zentral in der Innenstadt (z. B. nahe Busbahnhof / Rathausbereich)
- bewusst dort, wo viele Tauben sind
➡️ Nur so funktioniert das Konzept überhaupt, jedoch nur, wenn Menschen NICHT zusätzlich füttern.
Wildes Füttern zerstört den Effekt, weil die Tauben dann wieder überall hingehen.
👥 Wer kümmert sich darum?
- Tierschutzverein
- Taubenhilfe (ehrenamtlich)
Diese Leute:
- füttern die Tiere
- tauschen Eier
- überwachen das Ganze